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Bundesregierung stellt Luftfahrtstrategie vor

Heute hat das Bundeskabinett die vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie vorgestellte Luftfahrtstrategie beschlossen. Damit reagiert die Bundesregierung auf den zunehmenden Wettbewerb, in dem sich die deutsche Luftfahrtindustrie europa- und weltweit behaupten muss.

Laut Rösler braucht "Deutschland eine wettbewerbsfähige und leistungsstarke Luftfahrtindustrie. Sie ist ein Wachstumsmotor und daher von besonders großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit ihren innovativen Produkten und Technologien beflügelt sie zahlreiche andere Branchen und ermöglicht einen umweltverträglichen und lärmarmen Luftverkehr.“

Ziel der Bundesregierung ist es, dass die deutsche Luftfahrtindustrie eine Führungsrolle bei künftigen Airbus-Programmen übernehmen kann. Vor allem das Nachfolgeprogramm der heutigen A320-Familie ist für die deutschen Standorte wichtig. Obwohl das Programm erst im nächsten Jahrzehnt in den Markt eintreten wird, müssen die Fähigkeiten dafür sowohl bei Airbus als auch in der Zulieferindustrie schon heute erarbeitet werden.

Darüber hinaus muss sich die Zulieferindustrie an die veränderte Beschaffungspolitik der Systemhersteller Airbus und Boeing anpassen. Gefragt ist vor allem die Bereitschaft, mehr Verantwortung und einen größeren Anteil des Entwicklungsrisikos bei neuen Flugzeugprogrammen zu übernehmen.

Die Bundesregierung unterstützt die Luftfahrtindustrie dabei unter anderem mit einer Neuauflage des Luftfahrtforschungsprogramms. Dieses soll in Zukunft allerdings stärker an den in der Strategie definierten Zielen ausgerichtet werden.

Auf internationaler Ebene strebt die Bundesregierung vergleichbare Rahmenbedingungen für die Luftfahrtindustrie an. Dafür soll mittelfristig ein neues internationales Handelsabkommen unter dem Dach der WTO angestoßen werden. Dieses soll weltweit für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen und den staatlichen Einfluss auf die Luftfahrtbranche zurückdrängen.
 
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) begrüßte, dass die Bundesregierung eine zivile Luftfahrtstrategie beschlossen hat. Der BDLI sieht es als wichtige Weichenstellung für die Luftfahrtindustrie an, dass die Bundesregierung dementsprechend das Luftfahrtforschungsprogramm mit dem LuFo V fortsetzen will.
 
Der BDLI begrüßte ebenfalls, dass in der Strategie festgehalten ist, dass das BMVg eine militärische Luftfahrtstrategie vorlegen wird.

Die Luftfahrstrategie zeigt dabei die ambitionierte Haltung der Bundesregierung für die nächsten 10 Jahre auf, die für die Unternehmen Anhalt und Orientierung, jedoch nicht bindend sein kann. Aus Sicht des BDLI dürfen politische Zielsetzungen auf nationaler Ebene nicht im Widerspruch zu unternehmerischen Notwendigkeiten internationaler Industriestrukturen und Lieferketten stehen.
 
Oberste Prämisse für die BDLI-Unternehmen muss sein, langfristig die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie im europäischen und internationalen Kontext weiter zu steigern.

KS 16.01.2013



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