Boeing erörtert mögliche 787-10X mit Kundenairlines
Der Flugzeughersteller Boeing hat damit begonnen, nähere Details einer möglichen, doppelt verlängerten Dreamliner-Version unter der vorläufigen Bezeichnung 787-10X mit potenziellen Kundenairlines zu erörtern.
Boeing habe bereits eng mit Airlines und Leasingfirmen zusammengearbeitet, um im Vorfeld die Schlüsselanforderungen und Merkmale einer 787-10X zu definieren, bestätigte eine Boeing-Sprecherin auf Anfrage der FLUG REVUE. Der Hersteller erwarte eine starke Nachfrage nach diesem größten 787-Familienmitglied.
Boeing habe jetzt damit begonnen, weitere Details mit den Kunden zu erörtern. Allerdings stehe eine Freigabe des Boeing-Vorstands noch aus, der einen Programmstart zu einem späteren Zeitpunkt noch genehmigen müsse. Dieser Zeitpunkt hänge von den Ergebnissen der jetzigen Kundengespräche ab. Eine formelle Angebotsfreigabe für die 787-10X, mit der bereits bindende Leistungszusagen gegeben werden können, ist bisher nicht ergangen.
Eine gegenüber dem Ausgangsmuster 787-8 doppelt gestreckte Boeing 787-10X dürfte für etwa 320 Passagiere und Transatlantikreichweite ausgelegt sein. Boeing selber nennt öffentlich aber noch keine Daten. Die 787-10X wäre damit auch der erste Dreamliner, der die von Emirates für Neubestellungen grundsätzlich geforderte Mindestgröße von 300 Sitzen aufweist. Als weitere mögliche Interessenten gelten BA und Singapore Airlines. Für Boeing wäre die mögliche 787-10X allerdings auch ein direkter, hausinterner Konkurrent zu künftigen, verbesserten Versionen der Boeing 777, die unter dem Namen 777X seit mehreren Jahren vorbereitet werden, aber über deren Realisierung ebenfalls noch nicht endgültig entschieden ist.
Über den aktuellen Stand der 787-Produktion und über die ersten Betreiberairlines finden Sie auch die Titelgeschichte in der neuen FLUG REVUE 12/2012.
Kunde aus Deutschland: Air Berlin bestellte im Sommer 2007 die Boeing 787. Foto und Copyright: © Boeing
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke 12.11.2012
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