Erholung der Ozonschicht schreitet voran
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt haben entscheidend bei der Erstellung des Berichts der Weltorganisation für Meteorologie zur Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre mitgewirkt.
Nach den dortigen Abschätzungen wird die Ozonschicht etwa Mitte des 21. Jahrhunderts wieder die gleiche Dicke haben wie zu Beginn der 1980er Jahre. Aktuelle Auswertungen weltraumgestützter Messungen im Institut für Methodik der Fernerkundung und Modellrechnungen des Instituts für Physik der Atmosphäre unterstützen diese Aussage: Die Regeneration der Ozonschicht schreitet weiter voran.
Bisher stimmen die Klima-Chemie-Modellrechnungen des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre mit den Beobachtungen überein: Wenn der Trend anhält, dann schließt sich das Ozonloch und die Ozonschicht regeneriert sich. Grundlage für die Vorhersagen sind Modellrechnungen, mithilfe derer physikalische, dynamische und chemische Prozesse in der Atmosphäre simuliert werden. Zur Untersuchung der Ozonschicht wurden im Institut Langzeitsimulationen durchgeführt, die in der Vergangenheit beginnen (zum Beispiel im Jahr 1960) und bis in die Zukunft reichen.
Das Ozonloch wird seit Anfang der 1980er Jahre jeweils zu Beginn des antarktischen Frühlings - Mitte September bis Mitte Oktober - beobachtet. Es ist die Folge des hohen Chlorgehaltes in der Stratosphäre, also in der Atmosphäre zwischen zehn und 50 Kilometern Höhe, der seine Ursache in Emissionen von Fluorchlorkohlenwasserstoffen hat. Nach der drastischen Reduzierung des FCKW-Gehalts in der Atmosphäre konnte diese positive Wirkung auf die Ozonschicht erreicht werden. Die Produktion und der Gebrauch von FCKWs wurde im Montreal-Protokoll von 1987 und entsprechenden Nachfolgevereinbarungen geregelt; seit Mitte der 1990er Jahre ist die Verwendung dieser Gase nahezu ganz verboten. In Folge dessen beobachtet man seit Beginn dieses Jahrhunderts einen Rückgang der stratosphärischen Chlorbelastung.
flugrevue.de/Matthias Gründer 02.10.2012
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