American Airlines stellt Sanierungsplan vor
Durch eine radikales Sparprogramm über zwei Milliarden Dollar, Entlassungen, eine erneuerte Flotte und mit einer erhofften Umsatzerhöhung von einer Milliarde Dollar will die unter Gläubigerschutz stehende American Airlines bis 2017 wieder auf den Weg in die schwarzen Zahlen kommen.
Die Tochter der AMR Corporation wolle bis 2017 Effekte von drei Milliarden Dollar erwirtschaften, teilte American Airlines am Donnerstag mit. Tom Horton, Chairman und Chief Executive Officer, sagte: "Wir müssen sparen, um wieder in besseren Kundenservice investieren zu können. Hiervon hängt unser Umsatzwachstum ab. Airlines, die dies nicht geschafft haben, sind nicht mehr im Geschäft. Der Wechsel wird nicht leicht und wir werden am Ende weniger Mitarbeiter haben. Aber er ist notwendig. American ist bereit, wieder wettbewerbsfähig zu werden und zu gewinnen."
Alle Beschäftigtengruppen müssten ihre Kosten um 20 Prozent senken. Dies werde pro Jahr von 2012 bis 2017 jeweils 1,25 Mrd. Dollar sparen. Etwa 13000 Beschäftigten werde gekündigt, 15 Prozent der Managementpositionen würden abgebaut. Ein Teil der Wartungsabteilung, darunter die Fort Worth Alliance Airport (AFW) maintenance base, werde ausgegliedert. Bisherige Unternehmsvereinbarungen über Codesharing und Regionalflüge würden aufgehoben, um die Produktivität zu erhöhen. Außerdem sollen finanzielle Vergünstigungen für künftige Pensionäre entfallen. Nur so könne man wieder Wachstum und Arbeitsplatz-Sicherheit erzeugen.
Die Flotte solle für zwei Milliarden Dollar im Jahr modernisiert werden, um 2017 die modernste der USA zu sein. Das Netzwerk an den fünf US-Schlüsselmärkten Dallas/Fort Worth, Chicago, Miami, Los Angeles und New York solle verdichtet und der internationale Verkehr ausgebaut werden. Sobald man wieder Gewinne vor Steuern erziele, würden 15 Prozent davon als Mitarbeiterprämien ausgeschüttet.
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke 02.02.2012
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