29.10.2015
Erschienen in: 11/ 2015 FLUG REVUE

AIRTEC 2015: Interview mit Veranstalterin Diana Schnabel„Das Herz der AIRTEC sind die B2B-Meetings“

Im Vorfeld der ersten AIRTEC am neuen Standort München sprach die FLUG REVUE mit Veranstalterin Diana Schnabel über die Erfolgsfaktoren der Zulieferer-Messe.

AIRTEC Diana Schnabel

Diana Schnabel ist seit Jahren die treibende Kraft hinter der AIRTEC (Foto: AIRTEC).  

 

FLUG REVUE: Welche Position nimmt die AIRTEC angesichts vieler großer Shows und kleiner Spezialmessen der Branche in Europa ein?

Diana Schnabel: Das Besondere an der AIRTEC ist das Zusammenspiel zwischen ihren drei Säulen: das sind neben der internationale Fachmesse die B2B-Meetings und der internationale Fachkongress mit mehr als 230 Vorträgen. Dieses Zusammenspiel und die strikte Fokussierung auf das Thema B2B in der Zulieferkette Luft- und Raumfahrt ist nach unserer Kenntnis einzigartig und ohne direkten Wettbewerber. Das Herz der AIRTEC sind dabei die B2B-Meetings, welche bei der AIRTEC mittels einer Online-Plattform bereits Wochen vorher vereinbart werden. Die frühzeitige Transparenz und die geringe No-Show-Quote von unter 5% sorgen dafür, dass wir immer wieder hören, die B2B-Meetings der AIRTEC seien „best in class“. Übrigens hoffen wir, auf der kommenden AIRTEC den nächsten Meilenstein von 15000 B2B-Meetings zu erreichen. Das zeigt, wie gut dieses Feature ankommt. Und natürlich ist auch die inzwischen erreichte Internationalität sehr erfreulich: in diesem Jahr erwarten wir teilnehmende Firmen aus 45 Nationen.

FLUG REVUE: Wie hat sich die AIRTEC in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Diana Schnabel: Die Geschichte der AIRTEC ist wechselvoll – zunächst als reine Messe konzipiert und gestartet sind erst vor sechs Jahren die B2B-Meetings hinzugekommen. Während eine klassische Messe vom vorbeiflanierenden Messebesucher lebt, findet bei der AIRTEC das Matchmaking in einer Online-Plattform bereits Wochen vor der Veranstaltung statt. Strukturiert und verschlagwortet. Beide Seiten wissen vorher, wen sie treffen und ob das Treffen Sinn macht. Beide Seiten können ein Meeting ablehnen. Dadurch wird die Teilnahme sowohl für Aussteller als auch für Einkäufer, Techniker und führende Technikmanager interessant. Die Treffen finden wie an einer Perlenschnur aufgereiht statt.

Thematisch entwickelt sich die AIRTEC kontinuierlich weiter: im Bereich Luftfahrt gibt es deswegen den R&D-Summit und den Supply Chain/Procurement-Summit mit Vortragenden von OEMs und Primes. Ziel dieser Summits ist, der gesamten Branche ein Bild zu verschaffen, was heute und morgen relevant ist. Diese Summits sind in diesem Jahr so umfangreich, wie nie zuvor.

Eine wesentliche Entwicklung hat im Thema Raumfahrt stattgefunden: hier fokussiert sich die AIRTEC mit der SPACE World seit vergangenem Jahr auf „Commercial Space“. Hintergrund ist, dass wir gerade einen Umbruch hin zu einer kommerziellen Raumfahrt erleben, der dazu führt, dass die verschiedenen Aufgaben von privaten Unternehmen im Rahmen eines Wettbewerbsumfeldes übernommen werden. Dies scheint perfekt zur AIRTEC mit ihrer B2B-Ausrichtung zu passen.

FLUG REVUE: Welche Vorteile sehen Sie durch den Wechsel von Frankfurt nach München?

Diana Schnabel: Bayern gehört zu den fünf wichtigsten Luftfahrtstandorten der Welt. Die Bayerische Landesregierung hat im Frühjahr ihre Luftfahrtstrategie 2030 vorgelegt und sieht diese Branche und deren weltweite Positionierung als strategisch an. Hierzu passt die AIRTEC perfekt. Daher freuen wir uns auch sehr darüber, dass die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin und bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner die AIRTEC am 3. November offiziell eröffnet.

FLUG REVUE: Welche Themen werden diesmal im Mittelpunkt stehen?

Diana Schnabel: Im Bereich der Luftfahrt ist ein Kernthema die Frage, wie die Zulieferkette sich künftig verändern wird und welche Anforderungen an die Zulieferer gestellt werden, damit diese die Bedürfnisse der OEMs und First Tiers perfekt erfüllen. Im Bereich Raumfahrt ist es die Brücke zwischen irdischen Technologien und Weltraumtechnologien – also: wie kann die konventionelle Industrie von der Raumfahrt profitieren und wie können umgekehrt Raumfahrttechnologien Einzug in unser Leben auf der Erde finden. Im Bereich Unbemanntes Fliegen stehen unmittelbar relevante, vor allem zivile Anwendungen im Mittelpunkt. So wird es zum Beispiel eine von der DLRG organisierte Rettungsübung geben.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist ein ganzer Tag rund um das Thema Additive Manufacturing / 3D Printing in Aerospace – zum Teil mit parallelen Vorträgen rund um dieses Thema. Organisiert von Wohlers Associates, Inc. aus Colorado (USA), und damit basierend auf der wohl profundesten Kenntnis der 3D-Druck-Branche.

FLUG REVUE Ausgabe 11/2015




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