24.10.2016
FLUG REVUE

AIRTEC in MünchenZulieferer der Luft- und Raumfahrt im Fokus

Leistungsschau und Gesprächsplattform: vom 25. bis 27. Oktober treffen sich auf der AIRTEC in München Zulieferer der Luft- und Raumfahrtindustrie. Erstmals findet parallel die Euromold statt, die sich vor allem dem Thema Produktentwicklung widmet.

AIRTEC 2015 - Standfoto 2014

Zahlreiche Zulieferfirmen zeigen auf der AIRTEC ihre Fähigkeiten (Foto: AIRTEC).  

 

Von Kabelbäumen über elektrisch betriebene Fensterjalousien bis hin zu Bauteilen aus Verbundwerkstoffen: Damit die Flugzeuge der Branchengrößen Airbus und Boeing abheben, tragen zahlreiche Zulieferer bei. Nicht zuletzt profitieren deutsche Unternehmen vom Hochlauf ziviler Flugzeugprogramme wie Airbus A320neo und künftig der Boeing 737 MAX.

Im vergangenen Jahr setzte die Branche, zu der auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen gehören, 10,6 Milliarden Euro um – rund 42 Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Zivilluftfahrtbranche. „Der Umsatzzuwachs von circa 800 Millionen Euro liegt auch darin begründet, dass diese mittelständisch geprägte Industrie zunehmend Programmbeteiligungen auch außereuropäischer Flugzeughersteller gewinnt“, erläutert Bernhard Gerwert, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI).

Auf der Messe AIRTEC können sich Fachbesucher vom 25. bis 27. Oktober ein Bild von der Zulieferer-Branche machen und bei B2B-Meetings Kontakte knüpfen. Erwartet werden rund 600 Aussteller aus 30 Ländern. Nach dem Erfolg der ersten Auflage auf dem Münchner Messegelände 2015 – die Messe fand zuvor in Frankfurt statt – mit 400 Ausstellern und 6745 Besuchern vergrößert sich die AIRTEC in diesem Jahr auf zwei Hallen. Erstmals findet zeitgleich in München die Messe Euromold statt, die Unternehmen aus den Bereichen Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung eine Plattform bietet. Das dürfte auch für die auf der AIRTEC erwarteten Fachleute der Luft- und Raumfahrtbranche interessant sein, zumal sich die Euromold Zukunftsthemen wie digitaler Produktentwicklung, Industrie 4.0 und 3D-Druck widmet.

Fachkongress mit mehr als 200 Vorträgen

Additive Fertigung wird aber auch auf der AIRTEC selbst eine große Rolle spielen. Denn für die Luft- und Raumfahrtindustrie bietet der 3D-Druck durch kürzere Produktionszeiten, Gewichtseinsparungen und neue Gestaltungsfreiheiten vielversprechende Möglichkeiten. Neben den beiden Anlagenherstellern EOS und SLM präsentieren auch Airbus und der Zulieferer Premium Aerotec, der seit diesem Jahr in Varel Titanbauteile in Serie druckt, ihr Portfolio rund um additive Fertigung.

Zukunftsthemen wie 3D-Druck, unbemanntes Fliegen und die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt werden zudem beim internationalen Fachkongress in mehr als 200 Vorträgen beleuchtet. Zu den Referenten gehören Peter Sander, der bei Airbus den Bereich Emerging Technologies and Concepts leitet, José Enrique Roman, Geschäftsführer von Boeing Research and Technology sowie Gerd Gruppe, Mitglied des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Informationen zu Ausstellern, Vortragsprogramm, Tickets und Anfahrt gibt es im Internet unter http://airtec.aero

Mehr zum Thema:
Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Sektionsmontage aus A330-Teilen Airbus beginnt Endmontage der Beluga XL

09.12.2016 - In Toulouse hat am Freitag die Endmontage der ersten Beluga XL begonnen. Der interne Spezialtransporter für Airbus soll in nur fünf Exemplaren gebaut werden. … weiter

Flughafen Friedrichshafen Mit People's Viennaline nach Wien

09.12.2016 - Seit kurzem fliegt People's Viennaline von Friedrichshafen über Altenrhein in die österreichische Hauptstadt. … weiter

Schnellere Passagierabfertigung in Frankfurt Bundespolizei testet Selbstbedienungs-"Kiosk"

09.12.2016 - Seit Donnerstag erprobt die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ein neues Selbstabfertigungssystem für Fluggäste. Durch das Eingeben der eigenen Daten soll die Grenzabfertigung schneller gehen. … weiter

Entscheidung nach langem Wettbewerb Kanada wählt Airbus C295W als SAR-Flugzeug

09.12.2016 - Die kanadische Regierung hat die Airbus C295W für ihr Such- und Rettungsflugzeugprogramm (Fixed-Wing Search and Rescue Program – FWSAR) ausgewählt hat. … weiter

Längste Dreamliner-Version kommt nur aus Charleston Boeing beginnt Endmontage der ersten 787-10

08.12.2016 - Boeing hat in Charleston, South Carolina, den Bau des längsten Dreamliner-Familienmitglieds begonnen: Die über 68 Meter lange, doppelt gestreckte 787-10 wird nur hier endmontiert. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App