16.08.2013
FLUG REVUE

Aufnahme von Lufthansa Technik AERO Alzey in den Entwicklungsbetrieb

Lufthansa Technik AERO Alzey (LTAA) ist zukünftig berechtigt, auch von Herstellervorgaben abweichende Reparaturverfahren an von ihnen betreuten Triebwerken durchzuführen. Die Genehmigung der sogenannten Kleinen Entwicklungen (minor change/repair) erfolgt dabei über den Entwicklungsbetrieb der LHZ in Hamburg unter der Federführung von Bernhard Conrad, Head of Design Organisation.

Lufthansa Technik Allgemein

Lufthansa Technik hat ihre Heimatbasis in Hamburg. Der Konzern ist weltweit im MRO Markt aktiv (C) LHT Photo  

 

Die Erlangung der Eingliederung in den Entwicklungsbetrieb (EwB) der Lufthansa Technik ist für Lufthansa Technik AERO Alzey ein wichtiger Meilenstein in Richtung Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Triebwerkswartung für "Regional Operator". Der steigende Kundenwunsch nach Maßnahmen zur Kostensenkung in der Sparte der Triebwerksinstandhaltung und Reparaturen von Regionalflugzeugen sowie das stetige Streben nach Innovationen gaben den Anlass für die Geschäftsführer Mark Johnson (CEO) und Martin Hach (COO), 2011 die Aufnahme in den Entwicklungsbetrieb der Lufthansa Technik zu initiieren.

Startschuss für das Projekt EASA Part 21/J war im Sommer 2011 unter der Projektleitung von Mirko Röder, Customer Support Engineer bei Lufthansa Technik AERO Alzey. Er wird auch zukünftig die Position des Design Engineers innehaben. Die zeitliche und qualitative Umsetzung des Projektes konnte nur mittels enger Kooperation der Abteilungen Entwicklungsbetrieb & Innovation sowie Engineering Triebwerk aus Hamburg erreicht werden. Dafür mussten im Zeitraum 2011 bis heute verschiedene Voraussetzungen erarbeitet und erfüllt werden, um für die Lufthansa Technik AERO Alzey die Aufnahme in den EwB der Lufthansa Technik zu erreichen. Neben den technischen und organisatorischen galt es, mit der Ausbildung zum sogenannten Design Engineer hauptsächlich die personellen Voraussetzungen zu schaffen, um die erste Stufe einer Entwicklung im Rahmen des Konstruktionssicherungssystem (Design Assurance System) eines Entwicklungsbetriebes bei der Lufthansa Technik AERO Alzey zu etablieren.

Geschult wurden Mitarbeiter aus dem Engine Engineering (PWC und GE) sowie dem Repair Engineering. Somit sind alle Bereiche bei Lufthansa Technik AERO Alzey in den zukünftigen Entwicklungsprozess einbezogen. Die Beaufsichtigung und Verantwortung aller Design Engineers in Alzey liegt bei dem Technischen Direktor Thomas Hoffmann als "Head of Design Department". Nach der Eingliederung in den EwB und die Ernennung der "Design Engineers" ist Lufthansa Technik AERO Alzey bestrebt, auch die Verantwortung für den CVE (Compliance Verification Engineer) direkt in Alzey anzusiedeln.  Die feierliche Übergabe der Urkunde zum Entwicklungsbetrieb und die Berechtigungsurkunden für die Design Engineers fanden am 15. August bei LTAA statt.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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