12.05.2014
FLUG REVUE

Neues System auch für zivile Anwendungen?Airbus: Passivradar-Studie für die CAA

Airbus Defence and Space wurde von der britischen Zivilluftfahrtbehörde CAA mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie über den Einsatz der neuesten Radartechnologie zur Verbesserung des Flugverkehrsmanagements beauftragt.

Passivradar Airbus Defence Van 2014

Das Passivradar von Airbus Defence and Space lässt sich leicht auch in Fahrzeugen unterbringen (Foto: Airbus Defence and Space).  

 

Ein Passivradar sendet keine eigenen Strahlen aus, sondern nutzt zur Objektortung die Reflektionen von anderen Sendern, wie etwa Rundfunk- oder Fernsehstationen. Die Position eines Flugzeugs kann dabei aus den Unterschieden zwischen den ursprünglich ausgesandten und den vom Flugzeug reflektierten Signalen ermittelt werden.

Damit sind Frequenzbereiche für eine andere Nutzung frei und es entfällt das Problem irreführender Reflektionen von Windkraftanlagen, so Airbus Defence and Space (früher Cassidian). Aufgrund der steigenden Zahl an Windkraftanlagen in Großbritannien ist diese Problematik angewachsen.

Airbus Defence and Space hat 2006 mit der Entwicklung des Passivradars begonnen und auch bereits ein einsatzfähiges System demonstriert, das Ultraleichtflugzeuge auf viele Kilometer mit einer Genauigkeit bis zu 20 Metern und größere Maschinen bis in 200 Kilometern Entfernung orten kann.

Nach Ansicht von Airbus Defence and Space könnte diese ursprünglich für die militärische Nutzung entwickelte Technologie auch eine künftige Umgestaltung des gesamten Flugverkehrsmanagements mit sich bringen.



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