11.09.2013
FLUG REVUE

Cassidian-SystemReverse IFF ermöglicht die präzise Früherkennung eigener Truppen

Cassidian hat eine neue Identifikationsfunktion entwickelt, mit der Kampfflugzeuge und Hubschrauber zur Vermeidung von Freundbeschuss zuverlässig ermitteln können, ob sich verbündete Truppen in einem Gebiet befinden.

Cassidian IFF Bold Quest

Bei Bold Quest 2013 setzte die Luftwaffe den MSSR-200-I-Abrager in der Bodenstation und den LTR400-Transponder in der Transall ein (Foto: Cassidian).  

 

Wie das Unternehmen auf der Londoner Messe DSEI mitteilte, hat Cassidian eine entsprechende Erweiterung der so genannten IFF-Ausrüstung (Identification Friend-or-Foe) zur militärischen Freund-Feind-Erkennung getestet.

Diese erweiterte Version mit der Bezeichnung „Reverse IFF“ (RIFF) ermöglicht es Flugzeugen, die Präsenz verbündeter Truppen in einem vorgegebenen Bodenbereich durch das Aussenden von Abfragesignalen zu ermitteln. Bisher antworten Flugzeuge nur auf Signale von bodengestützten Abfragern, während sie keine Möglichkeiten haben, selbst Bodentruppen zu identifizieren.

„Unsere RIFF-Lösung basiert auf dem neuesten IFF-Standard der NATO, Mode 5, und kann aufgrund unserer hochkomplexen Verschlüsselung vom Gegner nicht erfasst werden“, erklärte Elmar Compans, Leiter des Bereichs Sensors & Electronic Warfare von Cassidian.

Die Mode-5-basierte RIFF-Lösung ermöglicht es Flugzeugen und Hubschraubern, die Cassidian-Transponder neben ihrer bisherigen Funktion, der Antwort auf Abfragen von Bodenstationen, nun auch für Luft-Boden-Abfragen zu nutzen, ohne dass größere Änderungen an der Flugzeugausrüstung vorzunehmen sind.

Cassidian hat die neue Funktion bereits bei verschiedenen Kampagnen getestet, zuletzt Ende August auf dem deutschen Truppenübungsplatz Baumholder. Davor unterstützte das Unternehmen die deutschen Truppen bei der überwiegend in North Carolina (USA) durchgeführten Übung „Bold Quest 2013“ mit Ausrüstung für die gesamte IFF-Wirkungskette: MSSR-2000-I-Abfrager in Bodenstationen (MSSR = Monopulse Secondary Surveillance Radar), LTR400-Transponder (LTR = Lightweight Transponder) an Bord einer C160 Transall der deutschen Luftwaffe und neueste QRTK3/4NG-Kryptorechner.



Weitere interessante Inhalte
Restrukturierung der Airbus-Konzernspitze Enders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

05.12.2016 - Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. … weiter

Fusionierung mit Flugzeugsparte Airbus Group baut Stellen ab

29.11.2016 - Im September beschloss der Airbus-Konzern die Verschmelzung seiner Holding mit der größten Konzernsparte. Nun wurden neue Details bekanntgegeben, was das für die Mitarbeiter bedeutet. … weiter

Toulouser Auktion für wohltätige Zwecke Concorde-Teile bringen 450.000 Euro

08.11.2016 - Eine Auktion seltener Flugzeugteile und anderer Sammlerstücke der Concorde und anderer Flugzeugmuster erbrachte jetzt in Toulouse einen Erlös von 450.000 Euro. … weiter

Neue Konzernstruktur Airbus Group fusioniert mit Flugzeugsparte

30.09.2016 - Der Airbus-Konzern verschmilzt seine Holding mit dem Zivilflugzeuggeschäft. Das hat der Verwaltungsrat am Donnerstagabend beschlossen. … weiter

Airbus Group und Local Motors Die Gewinner des Drohnen-Wettbwerbs von Airbus

26.07.2016 - Bei der Airbus Cargo Drone Challenge wurden fünf Entwürfe als Gewinner ausgewählt. 425 Vorschläge waren eingereicht worden. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App