07.08.2013
FLUG REVUE

Cassidian testet „SmartRadar“ im Flug

In einer groß angelegten Flugtestkampagne vom schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Hohn aus bewies Cassidians "SmartRadar" seine Detektionsleistungen jetzt auch mit unterschiedlichen Seeaufklärungs-Modi.

SmartRadar von Cassidian (Pod)

Cassidian testete sein SmartRadar in einem Behälter an einem Learjet (Foto: Cassidian).  

 

Das Konzept von Cassidian sieht einen software-definierten Sensor vor, der mit geringem Anpassungsaufwand für verschiedene Überwachungsaufgaben eingesetzt werden kann. Die Verwendung einer speziellen modularen Architektur erlaubt die Skalierbarkeit von Bandbreite, Frequenzband und Prozessierungsleistung. Das ist ein Fortschritt gegenüber herkömmlichen Radaren, die in der Regel für eine bestimmte Aufgabe in engen Frequenzbändern optimiert sind.

Die schnelle Adaption an neue operationelle Anforderungen durch einfach konfigurierbare Firm- und Software macht das SmartRadar in Kombination mit einem variablen Kühlkonzept geeignet für eine Vielzahl von bemannten und unbemannten Plattformen unterschiedlicher Größe, so Cassidian.

Das neuartige Technologiekonzept in Verbindung mit den innovativen und äußerst leistungsfähigen Echtzeit-Modi wurde im Auftrag des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAInBw) bereits mehrfach erfolgreich erprobt.

Eine Variante des Cassidian SmartRadars ist in einen Pod mit einem autark arbeitenden Kühlsystem integriert, wodurch eine Adaption an unterschiedliche Missionsflugzeuge leicht möglich ist.

Ein wesentlicher Anteil der Leistungsfähigkeit des Radars beruht auf der neuesten AESA-Radartechnologie (AESA = Active Electronically Scanning Array). Dabei wird eine Vielzahl von Sende- und Empfangsmodulen in der Antenne verwendet, die von Cassidian in einer eigenen Microwave Factory entwickelt und gefertigt werden.



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