17.06.2013
FLUG REVUE

Cassidian und ERDF testen UAVs für Stromleitungsüberwachung

Cassidian und die französische Firma ERDF kooperieren bei der Entwicklung einer Drohnenlösung zur Inspektion von 20.000-Volt-Hochspannungsleitungen. Automatische Flüge sollen Betriebskosten senken.

Survey Copter ERDF

Mit einem Survey Copter will Cassidian Hochspannungsleitungen abfliegen (Foto: Cassidian).  

 

Die Cassidian-Tochter Survey Copter und der französische Energieversorger ERDF für die Region Rhônegraben (Electricité Réseaux Distribution France, Sillon Rhodanien) haben vor etwa einem Jahr gemeinsame Tests gestartet. Ziel der Kampagne ist die Definition und Entwicklung einer Drohnenlösung zur Inspektion des Mittelspannungs-Überlandleitungsnetzes des Versorgungsunternehmens.

Die speziell entwickelten Drohnen liefern dem Netzbetreiber regelmäßigere, kostengünstigere und direkt verwertbare Daten zum Zustand seines Netzes (Stromleitungen, ‑masten) sowie einen genauen Überblick über den Trassenbewuchs, so Cassidian.

Im Jahr 2014 soll eine Copter-4-Drohne von Survey Copter für Netzinspektionsflüge in Betrieb genommen werden. Die Reichweite des rund 30 Kilogramm schweren Copter 4 beträgt rund 50 Kilometer bei einer Flugdauer von etwa zwei Stunden.

Inspektionsdrohnen eignen sich vor allem auch für den Einsatz nach Unwetterereignissen, etwa für die Identifizierung heruntergefallener Stromleitungen. Eine schnelle Schadenserfassung ist ein wichtiger Faktor für die zügige Wiederherstellung der Stromversorgung.

„Nach Unwetterkatastrophen benötigt ERDF zur zügigen Reparatur und Wiederinbetriebnahme der Netze schnellstmöglich genaues Bildmaterial der Schäden in oftmals unzugänglichen Regionen. Unsere Kooperation mit Survey Copter hat gezeigt, dass Drohnenlösungen in diesem Bereich einen wirklichen Bedarf erfüllen. In den laufenden Versuchen prüfen wir derzeit die technische Machbarkeit und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erklärt Claude Dubreuil, stellvertretender Direktor von ERDF Sillon Rhodanien.



Weitere interessante Inhalte
Rekordauslieferungen im Verkehrsflugzeuggeschäft Airbus-Konzernbilanz leidet unter A400M

22.02.2017 - Der Luftfahrtkonzern Airbus hat am Mittwoch seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Trotz guter Auftragslage und Rekordproduktion bei den Verkehrsflugzeugen belastete der … weiter

Neues Museum "Bristol Aerospace" öffnet im Sommer Letzte Concorde rollt ins Museum

08.02.2017 - Die letztgeflogene Concorde, Werknummer 216, Kürzel "Alpha Foxtrot" steht künftig in Bristol geschützt unter dem Dach eines neuen Luftfahrtmuseums. … weiter

Restrukturierung der Airbus-Konzernspitze Enders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

05.12.2016 - Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. … weiter

Fusionierung mit Flugzeugsparte Airbus Group baut Stellen ab

29.11.2016 - Im September beschloss der Airbus-Konzern die Verschmelzung seiner Holding mit der größten Konzernsparte. Nun wurden neue Details bekanntgegeben, was das für die Mitarbeiter bedeutet. … weiter

Toulouser Auktion für wohltätige Zwecke Concorde-Teile bringen 450.000 Euro

08.11.2016 - Eine Auktion seltener Flugzeugteile und anderer Sammlerstücke der Concorde und anderer Flugzeugmuster erbrachte jetzt in Toulouse einen Erlös von 450.000 Euro. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
06.02.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Airbus gegen Boeing
- Letzter Flug der QF-4
- Flybe expandiert
- X-Planes der NASA
- Watt-Flughafen Barra
- Erfolgsmodell Suchoi Su-30
- Datenrelaissystem im All

aerokurier iPad-App