06.04.2011
FLUG REVUE

DLR in Göttingen forscht an Rotor-Blattspitzenwirbeln

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA vermessen jetzt in Göttingen die Blattspitzenwirbel von Rotoren. Ziel ist es, künftige Hubschrauber leiser zu machen.

Rotortest Göttingen DLR NASA

Forscher des DRL und der NASA untersuchen in Göttingen die Blattspitzenwirbel von Rotoren (Foto: DLR).  

 

"Unsere Spezialität im DLR Göttingen ist die optische Messtechnik für Strömungen", sagt Prof. Markus Raffel, Leiter der Abteilung Hubschrauber im DLR Göttingen. Die NASA-Forscher bringen neben neuester Messtechnik ihre Erfahrung aus Experimenten im größten Windkanal der Welt mit ein.

Für ihre Untersuchungen verwenden die Wissenschaftler einen Prüfstand mit einem Rotormodell der RWTH Aachen. Mit sieben Hochgeschwindigkeitskameras, Laser und Hochleistungs-Leuchtdioden (LED) machen sie die Wirbel sichtbar.

"Das Besondere ist die gleichzeitige Verwendung von drei verschiedenen optischen Messtechniken", so Raffel. Dabei werden die Dichte und die Geschwindigkeitsfelder in den Wirbeln sowie die Verformung der Rotorblätter erfasst. Ähnlich wie in der Medizin helfen so mehrere Untersuchungsmethoden, die richtige Diagnose zu stellen.

Dank neuester Hochgeschwindigkeitskameras sind bis zu 4000 Einzelbilder pro Sekunde möglich. Damit lassen sich erstmals die turbulenten, sich ständig verändernden Wirbel laufend beobachten. Bislang war die Kameraauflösung lediglich ausreichend, um Momentaufnahmen zu machen.

Die aktuellen Messungen sollen die Grundlage für künftige Tests in einem Windkanal bilden.




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