26.11.2010
FLUG REVUE

DLR JHV BraunschweigDLR zieht bei Jahresversammlung in Braunschweig positive Bilanz für 2010

DLR-Vorstandschef Professor Johann-Dietrich Wörner hat auf der Hauptversammlung der Forschungseinrichtung am Donnerstagabend am Flughafen Braunschweig eine positive Bilanz für 2010 gezogen. Höhepunkte des Jahres waren unter anderem die Taufe des neuen Airbus A320 ATRA in Braunschweig.

Neben der offiziellen Jahreshauptversammlung stellt das DLR traditionell bei seinem Treffen in einer multimedialen Präsentation die Highlights aus den Forschungsprojekten des aktuellen Jahres vor. Außerdem zeichnete Vorstandsvorsitzender Johann-Dietrich Wörner mehrere Forschungsteams mit einem Förderpreis aus. Die Jahresversammlung rotiert zwischen den einzelnen DLR-Standorten in Deutschland. 

Der Standort am Forschungsflughafen Braunschweig hat einen besonderen Schwerpunkt nicht nur mit seiner Flugzeugflotte, sondern auch beim Thema Flugführung. So wurden zum Beispiel in diesem Herbst in Braunschweig gemeinsam mit Air Berlin und DFS neue Anflugverfahren erprobt. Diese sollen später beim Approach auf Frankfurt zum Einsatz kommen - unter den Laborbedingungen in Braunschweig ließen sich die Prozeduren aber in allen Einzelheiten untersuchen.

Erfreulich für den Standort Braunschweig war in diesem Jahr auch die offizielle Eröffnung des neuen Flugzeughangars. Hier soll der neue Airbus A320 ATRA seine Heimatbasis haben. Ebenso sind hier das in 25 Einsatzjahren bewährte Forschungsflugzeug VFW-614 ATTAS stationiert sowie die Do 228 des DLR.

Einen der wohl ungewöhnlichsten Einsätze in der DLR-Historie flogen die Wissenschaftler aus Oberpfaffenhofen in diesem Jahr mit ihrer Falcon: Während der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch auf Island im Frühjahr sammelte das Team wertvolle Messedaten - dabei war die Falcon zeitweise am Himmel allein unterwegs, als der Linienverkehr gegroundet war.

DLR-Vorstandsvorsitzender Johann-Dietrich Wörner beschrieb im Umfeld der Jahrestagung auch seine Impressionen aus der Arbeit des Großforschungszentrums: "Ich bin sehr gut aufgenommen worden, und die Arbeit im und für das DLR macht mir großen Spaß. Ich hoffe, dass es mir bisher gelungen ist und auch weiterhin gelingen wird, relevante Beiträge für das DLR zu leisten. Insbesondere die gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitete DLR-Gesamtstrategie wird eine nachhaltige Wirkung entfalten. Die Positionierung der interdisziplinären Forschungsaktivitäten des DLR, das Hochschul-Kooperationsprojekt DLR@UNI oder das DLR-Graduiertenprogramm sind übrigens nur einige Bestandteile dieser Strategie, die mir sehr am Herzen liegt", erklärte Wörner

Für die Zukunft will Wörner das DLR national und international als Architekt und wichtiger Partner in allen Bereichen der Kompetenzen positionieren und als gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe mit anderen Forschungseinrichtungen und Raumfahrtagenturen weltweit kooperieren.




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