27.05.2010
FLUG REVUE

E3E-Kerntriebwerk von Rolls-Royce absolviert Testprogramm in Stuttgart

Rolls-Royce hat eine Reihe von Testläufen seines im Rahmen des E3E-Forschungs-programms entwickelten innovativen Kerntriebwerks für Zweiwellentriebwerke erfolgreich abgeschlossen.

E3E von Rolls-Royce in Stuttgart

Rolls-Royce testete sein E3E-Kerntriebwerk im Höhenprüfstand der Universität Stuttgart (Foto: Rolls-Royce).  

 

Das Kerntriebwerk mit der Bezeichnung Core 3/2b hat 40 Stunden auf dem Höhenprüfstand der Universität Stuttgart absolviert, dabei exzellente Testergebnisse erzielt und die Anforderungen an den Flugbereich bei weitem übertroffen.

E3E steht für Efficiency (Effizienz), Environment (Umwelt) und Economy (Wirtschaftlichkeit). Im Rahmen von E3E werden Spitzentechnologien entwickelt, mit denen höhere Temperaturen, größere Druckverhältnisse und bessere Komponenten-Wirkungsgrade erzielt werden sollen. Durch die höhere Leistungsdichte wird ein um 25 Prozent höheres Schub/Gewichtsverhältnis erreicht.

Diese Technologien werden entwickelt, um den spezifischen Brennstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen um 15 Prozent gegenüber vergleichbaren, momentan im Service befindlichen Triebwerken zu reduzieren.

Mit der E3E-Magerverbrennungs-technologie werden außerdem die Stickoxid-Emissionen deutlich verringert. Dies stellt einen weiteren Beitrag von Rolls-Royce zur Erfüllung der ACARE-Ziele (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe) dar, die bis 2020 eine Reduzierung der NOx-Emissionen um 60 Prozent vorsehen.

Das Programm wird auch dazu beitragen, künftige Anforderungen von Kunden in den Segmenten Geschäftsreise- und Mittelstreckenflugzeuge zu erfüllen.

Rolls-Royce begann 2003 mit der Entwicklung des E3E-Kerntriebwerks und führt begleitend zum Kerntriebwerktestprogramm aufwändige Hochdruckverdichter-, Brennkammer- und Hochdruckturbinen-Versuche auf Komponentenebene durch, die das Core 3/2b Demonstrator-Programm unterstützen.

Weitere Versuchsaufbauten des Core 3/2 Kerntriebwerks sollen 2011 und 2012 getestet werden. Diese Tests werden auch einen Dauerlaufversuch mit 1.200 Zyklen bei maximalen Startlastbedingungen beinhalten.

E3E ist Teil des deutschen Luftfahrtforschungsprogramms und wird vom Bundeswirtschaftsministerium und dem Land Brandenburg gefördert.




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