02.08.2013
FLUG REVUE

GE Aviation schließt Übernahme von Avio ab

Nach der Übernahme durch den US-Branchenriesen heißt das italienische Triebwerksunternehmen nun Avio Aero. GE Aviation will seine neue Tochter weiter ausbauen.

Avio Aero - Joyce Fassino Caio.jpg

Avio ist nun ein Geschäftsbereich von GE Aviation und trägt den Namen Avio Aero. Die Übernahme besiegelten David Joyce (CEO von GE Aviation, links) und Francesco Caio (CEO von Avio Aero, rechts). In der Mitte: Piero Fassino, der Bürgermeister von Turin. Foto: © GE Aviation  

 

GE Aviation hat die Ende letzten Jahres angekündigte Übernahme von Avio S.p.A. abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 4,3 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro). Der Raumfahrtbereich war nicht Teil des Vertrages. Avios Luftfahrtgeschäft erhielt als neuer Geschäftsbereich von GE Aviation den Namen Avio Aero. Der Hauptsitz bleibt in Turin. Durch die Übernahme will GE zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen mechanische Übertragungssysteme (Getriebe und Hilfsgeräteantriebe), Niederdruckturbinen, Verbrennungstechnologie und Automatisierungssysteme erhalten. „Avio Aero ist auf vier Kontinenten aktiv. Durch die Übernahme steigern wir unsere globale Leistungsfähigkeit und stärken unser Geschäft im Anlagen- und Maschinenbau durch die Steigerung unserer Produktionsrate”, sagte David Joyce, Präsident und CEO von GE Aviation. „Zudem wird GE die Position von Avio Aero als Zulieferer anderer Industrie- und Luftfahrtunternehmen stärken. Wir freuen uns darauf, uns zukünftig noch stärker in der italienischen Industrie einzubringen.“ Joyce sieht Wachstumsmöglichkeiten  unter anderem in der Energieerzeugung sowie bei Produkten für die Öl- und Schifffahrtsindustrie. So eröffnen beispielsweise Avio Aeros Kompetenzen im Bereich der Übertragungssysteme Wachstumschancen in mehreren Industriebereichen.

Avio Aero betreibt italienische Werke in Turin, in Pomigliano d’Arco bei Neapel sowie in  Brindisi und beschäftigt 4000 seiner insgesamt 4700 Angestellten in Italien. Weitere Werke des Unternehmens liegen in Polen, Brasilien und China. Laut GE profitieren die Kunden von Avio Aero von geplanten Investitionen in das Unternehmen und von der Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Die Geschäftsbeziehungen zu anderen Triebwerksfirmen - Avio liefert unter anderem das Getriebe der PurePower-Familie von Pratt & Whitney - sollen nicht beeinflusst werden. GE erwartet von der Übernahme eine Steigerung seiner Margen. Avio ist bereits seit fast 30 Jahren ein strategischer Lieferant für GE Aviation. GE und seine Beteiligungsunternehmen machen schon jetzt mehr als 50 Prozent von Avio Aeros Umsatz aus.  Avio wurde 1908 in Turin gegründet. Derzeit sind Produkte von Avio Aero in GE-Triebwerken enthalten, die von den großen GE90 und GEnx Turbofan-Triebwerken für die kommerzielle Luftfahrt bis hin zu der kleineren CT7/T700 Turboshaft-Triebwerksfamilie für zivile und militärische Helikopter reichen. GE, der Mutterkonzern von GE Aviation, ist bereits mit einer beachtlichen Präsenz in Italien vertreten: Mehr als 7700 Angestellte sind in sieben GE Geschäftsbereichen an mehr als 20 Standorten im Land beschäftigt. Darin enthalten ist die globale Zentrale von GE Oil & Gas Turbomachinery Products & Services in Florenz mit einem Gesamtvolumen von sechs Milliarden US-Dollar und rund 5200 Mitarbeitern in Italien.

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www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler



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