08.09.2016
FLUG REVUE

Zukunftstechnologie 3D-DruckGE will deutschen Anlagenbauer übernehmen

GE Aviation investiert weiter in 3D-Druck: Der US-Triebwerkshersteller plant die Übernahme des Lübecker Unternehmens SLM Solutions.

SLM Solutions Luftbild

SLM Solutions hat seinen Hauptsitz in Lübeck. Foto und Copyright: SLM Solutions  

 

GE Aviation will zwei europäische Zulieferer im Bereich additiver Fertigung kaufen. Neben dem deutschen Anlagenbauer SLM Solutions steht auch die schwedische Arcam AB. Dafür nimmt GE 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,2 Mrd. Euro) in die Hand. Das teilte der US-Triebwerkshersteller Anfang dieser Woche mit.

SLM Solutions mit Sitz in Lübeck stellt 3D-Metalldrucker her, die per Laser Metalle Schicht für Schicht aufeinander aufschmelzen (selektives Laserschmelzen). Das Unternehmen beschäftigt 260 Mitarbeiter und machte 2015 einen Umsatz von 74 Millionen US-Dollar. Arcam AB baut Anlagen, die Metalle per Elektronenstrahl schmelzen und produziert zudem Metallpulver. Das in Mölndal, Schweden beheimatete Unternehmen hat rund 285 Mitarbeiter und generierte 2015 einen Umsatz von 68 Millionen US-Dollar.

"Wir haben die beiden Unternehmen deshalb ausgewählt, weil wir ihre Technologien und ihre Marktführerschaft schätzen", sagt David Joyce, Vorsitzender von GE Aviation.  Auf Seiten von SLM betonte der Vorstandsvorsitzende Markus Rechlin, dass man eine Beschleunigung der Weiterentwicklung des Unternehmens zum umfassenden Systemanbieter durch die Übernahme erwarte. GE habe zugesagt, den Hauptsitz in Lübeck sowie die weiteren Standorte des Unternehmens zu erhalten und auszubauen.

"Additive Fertigung ist ein Schlüsselelement in der Entwicklung von GE zu einem digitalen Unternehmen", so Jeff Immelt, so der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von GE. GE hat seit 2010 rund 1,5 Milliarden US-Dollar in die Zukunftstechnologie 3D-Druck investiert. Der Konzern erwartet, dass das Geschäft bis 2020 auf eine Milliarde Dollar wachsen werde. Im LEAP-Triebwerk für den Airbus A320neo, die Boeing 737 MAX und die Comac C919 kommen bereits gedruckte Einspritzdüsen zum Einsatz. 



Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Militärische Schubgiganten Top 10: Die stärksten Kampfflugzeugtriebwerke

17.02.2017 - Seit den 40er Jahren sind die Konstrukteure von Kampfflugzeugen immer auf der Suche nach möglichst leistungsstarken Strahltriebwerken. Schließlich wurden die Jäger und Bomber immer größer und … weiter

Neuer Chef von CFM International Gaël Méheust folgt auf Jean-Paul Ebanga

03.02.2017 - Der französisch-amerikanische Triebwerkshersteller CFM International hat Gaël Méheust als neuen Konzernchef und CEO berufen. … weiter

Antrieb der Boeing 777X CMC-Komponenten des GE9X bestehen Bewährungsprobe

23.01.2017 - Der amerikanische Triebwerkshersteller GE Aviation hat die Tests mit Komponenten aus keramischen Verbundwerkstoffen (CMC) für das GE9X beendet. … weiter

Joint Venture von Lufthansa Technik und GE XEOS baut Standort in Polen auf

06.12.2016 - Im polnischen Środa Śląska entsteht für 250 Millionen Euro ein Servicecenter für Wartung und Überholung von Großtriebwerken von GE Aviation. … weiter

GE und TU München Neues Verdichterlabor in Garching eröffnet

23.11.2016 - Der US-Technologiekonzern GE und die Technische Universität haben auf dem Campus Garching ein Labor zur Entwicklung von Technologien für Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke eingeweiht. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App