13.05.2016
FLUG REVUE

Wichtiges Thema auf der ILAAlle fliegen auf 3D-Druck

Der 3D-Druck ist auch für die Luftfahrtindustrie ein Topthema, dem auf der ILA in Berlin entsprechender Raum eingeräumt wird.

THOR von Airbus Flugtest 2015

T.H.O.R. von Airbus ist ein zweimotoriges Fluggerät, das fast ausschließlich aus gedruckten Bauteilen besteht (Foto: Airbus)  

 

Führende Hersteller präsentieren ihre Fertigungsmaschinen für diese innovative Technologie auf der ILA Berlin Air Show 2016 in Halle 2, denn die 3D-Druck-Technologie eignet sich in besonderem Maße für bestimmte Bauteile der Luft-und Raumfahrtindustrie.

Eine Reihe signifikanter Beispiele werden auf der ILA präsentiert. So zeigt Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH zeigt an ihrem Stand einen additiv hergestellten Störklappen-Aktuator für die A380 während Premium AEROTEC 3D-gedruckte Rohrkrümmer präsentiert.  MTU Aero Engines stellt Getriebefans mit 3D-gedruckten Bauteilen aus und Concept Laser erlaubt den unmittelbaren Einblick in einen aktiven Druckvorgang.

Das zukunftsweisende Thema 3D-Druck und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrtindustrie bilden zudem einen Schwerpunkt im Konferenzprogramm der ILA. Beim Additive Manufacturing in Aerospace (AMA) am 1. und 2. Juni präsentieren hochrangige Vortragende einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und Herausforderungen der Additiven Fertigung. Ein interaktive Workshop von Hans van Toor beschäftigt sich mit Fragen rund um die 3D-Druck Supply Chain und den damit verbundenen Entscheidungsprozessen.

Airbus testet Modellflugzeug aus 3D-Druck-Teilen

Die bereits heute mit dem 3D-Druck bestehenden Möglichkeiten zeigt die Airbus Group eindrucksvoll mit ihrem Exponat T.H.O.R. (Testing High-Tech Objectives in Reality). Auf dem ILA-Freigelände ist dieses ca. 4x4-Meter große zweimotorige Fluggerät zu sehen, das fast ausschließlich aus gedruckten Bauteilen besteht. Erst vor wenigen Wochen hat T.H.O.R. erfolgreich den Jungfernflug absolviert. An den T.H.O.R. Fluggeräten will Airbus zukünftig neue Flugzeugkomponenten testen.

Die im Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) organisierten Unternehmen haben kürzlich eine Initiative zur Stärkung der additiven Technologien in der Luft- und Raumfahrtindustrie gegründet. Ziel ist es, durch Informationsaustausch und Vernetzung in der Luft- und Raumfahrt Synergien in Bezug auf Zukunftstechnologien zu generieren. Die Schaffung dieser 3D-Druck-Plattform dient passgenau der Förderung einer engen Zusammenarbeit innerhalb der Zulieferkette. Auf diese Weise leistet die Luft- und Raumfahrt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland.



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