23.03.2010
FLUG REVUE

Eröffnung FidaeLuftfahrtmesse FIDAE 2010 in Santiago de Chile eröffnet

Trotz der internationalen Finanzkrise, der Rezession in der internationalen Luftfahrtindustrie und nicht zuletzt der verheerenden Folgen des schweren Erdbebens in dem südamerikanischen Land wird Chiles neuer Präsident Sebastian Pinera heute die Luftfahrtmesse FIDAE 2010 eröffnen.

Die Messe selbst wird weniger aufwändig sein als in vergangenen Jahren, weil ein Großteil des Personals der chilenischen Luftwaffe (Fuerza Area de Chile - FACH) im 80. Jahr ihres Bestehens an der Beseitigung der Folgen der Naturkatastrophe beteiligt ist.

Dennoch ist die Messe ausgebucht, und die Organisatoren bauten sogar eine Halle mehr auf als noch 2008. Auch die Probleme mit dem Zubringerverkehr ertragen die Menschen hier mit Gelassenheit.

Immerhin sind beim Erdbeben auf einer der wichtigen Zubringerstraßen zum Ausstellungsgelände zwei Brücken eingestürzt, so dass die Staus zur Hauptverkehrszeit noch länger sind als an anderen Tagen.

Andererseits wurde im Land mit großer Genugtuung registriert, dass zwei der hier ausgestellten Flugzeuge, eine Boeing C-17 Globemaster III der US Air Force und der neue Airbus A330-200F des europäischen Flugzeugherstellers, voller Hilfsgüter landeten und erst nach der vollständigen Entladung zum Ausstellungsgelände rollten. Dabei ist selbst das Handling der dringend benötigten Güter aus aller Welt mit Schwierigkeiten verbunden, weil das Terminal ziemliche Schäden davontrug, an deren Beseitigung allerdings zügig gearbeitet wird. Auch die deutschen Aussteller verzichteten auf ihren traditionellen Messeempfang und spendeten stattdessen das Geld für die Opfer der Katastrophe.

Das einzige Gelände des Flughafens ohne nennenswerte Beeinträchtigungen war das der Ausstellung, so dass es in der FIDAE-Vorbereitungszeit von Transportflugzeugen der FACH extensiv für Hilfsflüge genutzt wurde. Allein in den ersten fünf Tagen nach dem Erdbeben vom 27. Februar wurden hier bei einer Art "Luftbrücke" 378 Tonnen Material und Tausende Personen abgefertigt. Inzwischen haben jedoch die Aussteller aus 40 Ländern die Hallen und Chalets bezogen, die nunmehr ein gutes Messegeschäft erwarten. Immerhin werden allein in Lateinamerika zwischen 2010 und 2014 Verteidigungsausgaben in Höhe von rund 267,8 Milliarden US-Dollar erwartet, von denen allein 121 Milliarden auf Brasilien entfallen. Allerdings widerspricht FIDAE-Chef Colonel Roberto Avendano Warnungen des US-Außenministeriums mit Hinblick auf russische Waffenlieferungen an Venezuela, es könne in der Region zu einem Wettrüsten kommen. Die derzeitigen Beschaffungsplanungen seinen nur ein Zeichen für lange notwendige Erneuerungen von Militärgerät.




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