17.03.2010
FLUG REVUE

Lufthans aTechnik BilanzLufthansa Technik Bilanz für 2009 vorgelegt - Umsatz und Ergebnis gesteigert

Lufthansa Technik hat im Jahr 2009 den Umsatz steigern und das Ergebnisniveau halten können. Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens um 6,6 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Der Jahresbericht 2009 weist ein operatives Ergebnis von 316 Millionen Euro aus. Das entspricht einer Verbesserung um 5,7 Prozent.

"Vor dem Hintergrund des durch die Wirtschaftskrise nochmals deutlich verstärkten Kostendrucks und eines leicht rückläufigen Maintenance, Repair & Overhaul (MRO)-Gesamtmarkts hat die Lufthansa Technik Gruppe das Jahr 2009 hervorragend abgeschlossen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Technik AG, August Wilhelm Henningsen in Hamburg.

"Die Krise der Luftfahrt mit verringertem Flugangebot und stark rückläufigen Erträgen hat uns - vorwiegend in der zweiten Jahreshälfte - zunehmend zu schaffen gemacht. Auf der Grundlage unseres breiten Produktspektrums, der internationalen strategischen Ausrichtung sowie hoher Flexibilität haben wir unsere führende Position im Weltmarkt aber erneut ausgebaut."

So sei es 2009 gelungen, die Arbeitszeiten in großem Umfang an der Nachfrage zu orientieren. "Unter anderem konnten wir an den deutschen Standorten mit Jahresarbeitszeitmodellen flexibel auf die Nachfragerückgänge reagieren. Weiterhin konnte durch eine Vielzahl von Lean-Aktivitäten die Effizienz unserer Produktion in allen Betrieben gesteigert werden", so Henningsen.

Mit 40 neuen und damit weltweit insgesamt 691 Kunden blieb Lufthansa Technik 2009 weiter auf Wachstumskurs. Es wurden 456 neue Verträge abgeschlossen - mit einem Gesamtumsatzvolumen von 493 Millionen allein für das Jahr 2009.

Beispiele für den Erfolg in 2009 seien unter anderem langfristige Verträge mit Air Canada, Aeroflot oder Air Berlin, erklärte Henningsen.

In diesem Jahr sieht das Unternehmen die Einführung der A380 bei Lufthansa als ein besonderes Highlight. Mit dem Großraumflugzeug hat Lufthansa Technik aber auch auf anderer Ebene zu tun: So lässt die Qantas in diesem Jahr bereits C-Checks an ihrer A380-Flotte bei Lufthansa Technik durchführen. Durch das Joint-Venture Spairliners mit der Air France ist Lufthansa Technik bereits an der Komponentenversorgung der AF-A380-Flotte beteiligt.

Als eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Lufthansa Technik sieht Henningsen den weltweiten Verbund mit 31 Produktionsgesellschaften und über 26.000 Mitarbeitern (13.000 in Deutschland, 13.000 außerhalb Deutschlands).

"Schlanke Prozesse und ein effektives Zusammenspiel aller Gesellschaften haben die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Mit dieser weltumspannenden Zusammenarbeit haben wir uns in den Märkten und nahe am Kunden etabliert. Wir nutzen regionale Vorteile bei den Arbeitskosten und können gleichzeitig neue Kunden für die Lufthansa Technik Gruppe gewinnen."

So werden im neuen und stark erweiterten Betrieb von Lufthansa Technik Malta seit Mitte 2009 neben Flugzeugen der Boeing 737- und der Airbus A320-Familie auch Langstrecken-Flugzeuge betreut. Bei Lufthansa Technik Sofia ging eine zweite Überholungslinie in Betrieb.

LTQ Engineering, die Kooperation mit Qantas in der Triebwerksüberholung, hat neue Triebswerksmuster ins Portfolio aufgenommen. In Mailand bietet seit 2009 Lufthansa Technik Milan Flugzeugwartung für regionale Kunden an. In China hat Ameco Beijing einen zusätzlichen Boeing 747 Überholungshangar eröffnet und die Ausbildungskapazitäten stark ausgebaut.

Aber auch der Standort Deutschland bleibt für Lufthansa Technik nach eigenen Angaben nicht nur Innovationszentrum, sondern auch wichtigster Produktionsstandort.

Im neuen Hamburger Triebwerksüberholungszentrum wird in die weitere Verkürzung der Durchlaufzeiten investiert. Im Bereich der Reparatur von Verbundwerkstoffen ist für die Arbeit an großen Flugzeugteilen aus Verbundwerkstoffen ein neuer Groß-Autoklav in Betrieb gegangen. 

Im Anfang 2009 eröffneten Hamburger Innovation Center hat Lufthansa Technik alle Projekte für Forschung und Entwicklung, insbesondere für Kabinentechnologien, konzentriert.

"Trotz kostengünstiger Standorte, unseres modernen Produktportfolios und der Programme zur Effizienzsteigerung wird es sehr schwer werden, das sehr gute Umsatz- und Ergebnisniveau von 2009 in diesem Jahr erneut zu erreichen", erklärte Henningsen.



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