21.03.2016
FLUG REVUE

Lufthansa TechnikZuwachs bei Umsatz und Ergebnis

Lufthansa Technik hat 2015 den Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern deutlich gesteigert. Grund dafür sind aber nicht nur neue Kunden, sondern auch der Dollarkurs.

Airbus A350 bei LH Technik

Lufthansa Technik ist seit 2008 an der technischen Betreuung der A350 beteiligt. © LHT  

 

Bei Lufthansa Technik mit Sitz in Hamburg stiegen die Umsatzerlöse um 17,6 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro (+762 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) nahm um 20 Prozent auf 454 Millionen Euro (2014: 380 Mio. Euro) zu. Das geht aus dem am Montag für die Lufthansa Technik AG und 22 voll konsolidierte Gesellschaften vorgelegten Jahresbericht hervor.

Dabei wuchs das Geschäft mit Kunden außerhalb der Lufthansa-Gruppe überproportional. Der konzernexterne Außenumsatz nahm um 21,8 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro zu. Die Umsätze mit Konzerngesellschaften stiegen auf 1,8 Milliarden Euro (+179 Mio. Euro). Bei der Umsatzentwicklung profitierte Lufthansa Technik nach eigenen Angaben auch vom US-Dollarkurs.

2015 gewann Lufthansa Technik 27 neue Kunden und hat nun insgesamt rund 800 Kunden. Im  vergangenen Jahr wurden 375 neue Verträge abgeschlossen, deren Volumen allein in der AG (ohne Beteiligungsunternehmen) für 2015 und die Folgejahre bei insgesamt 3,1 Milliarden Euro liegt. Die Zahl der von Lufthansa Technik betreuten Flugzeuge wuchs um zwölf Prozent auf rund 3.700.

Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft wird sich verändern

Wichtige Verträge betreffen neue Flugzeugmuster wie der Airbus A350 und die Boeing 787. Mit Finnair beispielsweise, dem europäischen Erstbetreiber des neuen Airbus A350, sowie mit Air Europa Lineas Aéreas (Boeing 787-Flotte) wurden umfassende Verträge zur Komponentenversorgung abgeschlossen. 

Einen eigenen Überholungsstandort im amerikanischen Markt eröffnete Lufthansa Technik im Juli 2015 in Puerto Rico. In Asien nahm Lufthansa Technik Philippines zusätzliche Hallenfläche zur Überholung von Airbus A380 und den künftigen Boeing 777-Flugzeugen in Betrieb. Mit dem Baubeginn einer neuen Räder- und Bremsenwerkstatt in Frankfurt wurden auch rund 60 Millionen Euro in den deutschen Standort investiert.

Der Markt für das Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft im Luftverkehr wird nach Ansicht von Lufthansa Technik weiter wachsen, sich aber auch deutlich verändern. "Derzeit gehen so viele neue Flugzeugmuster mit neuen Technologien, Materialien, Komponenten und Triebwerken in den Flugbetrieb wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig drängen auch neue Wettbewerber mit Wucht in den Markt", sagte der Vorsitzende des Vorstands der Lufthansa Technik AG, Dr. Johannes Bußmann. Diese Dynamik sei eine große Chance, verlange gleichzeitig aber einiges an Veränderungsbereitschaft. Für 2016 rechnet das Unternehmen bei steigendem Umsatz mit einem deutlichen Ergebnisrückgang.

www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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