20.09.2016
FLUG REVUE

Lufthansa Technik und MTUJoint Venture zur Getriebefan-Instandhaltung?

Lufthansa Technik und MTU denken über ein Gemeinschaftsunternehmen zur Instandhaltung der PW1000G-Serie nach. Erste Entscheidungen werden zum Jahresende erwartet.

PW1500G auf dem Prüfstand

MTU und Lufthansa Technik könnten sich für die Instandhaltung der PW1000G-Serie zu einem Joint Venture zusammenschließen. Foto und Copyright: MTU  

 

Lufthansa Technik und MTU Aero Engines haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Realisierung eines Gemeinschaftsunternehmen an einem global wettbewerbsfähigen Standort zu prüfen. Das teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit.

Ein Joint Venture an einem gemeinsamen Standort biete das Potenziel für erhebliche Synergie- und Skaleneffekte, heißt es in der Pressemitteilung. Bereits nach wenigen Jahren könnte ein solches Gemeinschaftsunternehmen ein substantielles Volumen an Instandsetzungen (Shop Visits) der Getriebefan-Triebwerke PW1000G des amerikanischen Herstellers Pratt & Whitney abdecken.

Sowohl Lufthansa Technik als auch MTU verbindet bereits jetzt einiges mit den neuen Getriebefan-Triebwerken. Lufthansa Technik wurde im Juli Mitglied des entsprechenden Instandhaltungs-Netzwerks von Pratt & Whitney, das die gesamte Bandbreite an Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen anbietet. MTU ist Programmpartner des amerikanischen Triebwerksherstellers bei der PW1000G-Serie und hat an den verschiedenen Varianten einen Programmanteil zwischen 15 und 18 Prozent. In München wird zudem eine von drei Endmontagelinien für das PW1100G-JM des Airbus A320neo aufgebaut. MTU rechnet damit, dass das Triebwerksprogramm im kommenden Jahrzehnt einen erheblichen Umsatzanteil der MTU Maintenance ausmachen wird.

Bereits seit 2003 sind Lufthansa Technik und MTU in Malaysia in einem gleichberechtigen Joint Venture engagiert. Die Airfoil Services Sdn. Bhd. (ASSB) in der Nähe von Kuala Lumpur ist auf die Schaufelreparatur von Niederdruckturbinen und Hochdruckverdichtern spezialisiert.



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