16.12.2015
FLUG REVUE

Triebwerke des Airbus A350Trent XWB wird künftig von N3 in Arnstadt überholt

N3 Engine Overhaul Services übernimmt von Oktober 2016 an die technische Betreuung der neuen Trent-XWB-Triebwerke von Rolls-Royce.

Rolls-Royce Trent XWB

Das Trent XWB von Rolls-Royce kommt künftig im A350 XWB zum Einsatz. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

N3 Overhaul Services überholt künftig die Trent-XWB-Triebwerke des Airbus A350 XWB in Arnstadt (Thüringen). Das vereinbarten die Muttergesellschaften Lufthansa Technik und Rolls-Royce. 

Lufthansa Technik übernimmt die Instandhaltung und Ersatzteilversorgung der gesamten A350-Flotte der Lufthansa, dabei ist N3 für die Überholung der Trent-Triebwerke zuständig. Die Fluggesellschaft hat im Herbst 2013 25 Airbus A350-900 geordert, die erste Maschine wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte in Dienst gestellt.

„Die Vorbereitung auf einen neuen Motorentyp ist ein sehr umfassendes Projekt“, sagt Alexander Stern, N3-Geschäftsführer. Prozesse, Maschinen und Anlagen müssten angepasst, Werkzeuge beschafft und die Mitarbeiter qualifiziert werden. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, prüft das Luftfahrtbundesamt, ob alle Voraussetzungen für die Wartung der Rolls-Royce Trent XWB Triebwerke erfüllt sind und erteilt die Betriebsgenehmigung. „Dafür benötigen wir etwa ein Jahr intensive Vorbereitungszeit“, erklärt Stern.

Neuausrichtung des Rolls-Royce-Überholungsnetzwerks

Weil sich das Rolls-Royce-Überholungsnetzwerk strategisch neu ausrichtet, wird N3 künftig nach einem anderen Modell arbeiten. Das bestehende Territorialprinzip, nach dem Rolls-Royce die Reparatur- und Überholungsarbeiten nach Gebieten zuordnete, wird durch ein wettbewerbsfähigeres Modell ersetzt. Dabei konkurrieren die Überholungsbetriebe sowohl bei den umfassenden Service-Verträgen (Rolls-Royce TotalCare®) als auch bei anderen Wartungsverträgen (Time and Material Verträge) weltweit miteinander. Das erfordere eine sich schnell anpassende und flexible Organisation, heißt es in einer Pressemitteilung von N3.

Mit der Vereinbarung über die technische Betreuung der Trent-XWB-Triebwerke erweitert N3 sein Portfolio um einen vierten Motorentyp. Derzeit ist N3 zuständig für die Typen Rolls-Royce Trent 500 (A340), Trent 700 (A330) und Trent 900 (A380). N3 beschäftigt 600 Mitarbeiter in Arnstadt und überholt jährlich rund 100 zivile Großtriebwerke der Trent-Reihe von Rolls-Royce für mehr als 20 Fluggesellschaften weltweit.



Weitere interessante Inhalte
Neuester Airbus-Zweistrahler für Südkorea Asiana übernimmt ihre erste A350

24.04.2017 - Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines übernimmt am Montag in Toulouse ihren ersten Airbus A350-941. … weiter

Hilfsgetriebe für Rolls-Royce-Triebwerke Aero Gearbox International eröffnet Werk in Polen

13.04.2017 - Das Joint Venture von Rolls-Royce und Safran Transmission Systems hat den Betrieb am neuen Standort in Ropczyce im Südosten Polens aufgenommen. Dort sollen alle Hilfsgetriebe für künftige … weiter

Längster Airbus-Zweistrahler kreist über Moron A350-1000 schließt Lärmtests ab

07.04.2017 - Das A350-1000 Testflugzeug MSN065 hat am 5. April eine Lärmtestkampagne im spanischen Moron abgeschlossen. Seit Ende März war der neue Zweistrahler dort mit Spezialtechnik "belauscht" worden. … weiter

Taufe und Einsatzbeginn A350 in der Lufthansa-Flotte

05.04.2017 - Mit der „Nürnberg“ hat Lufthansa im Februar ihre erste A350 in Dienst gestellt. Der neue Zweistrahler ist wirtschaftlicher und deutlich leiser. … weiter

Airbus Customer Definition Center wächst Airbus erweitert Hamburger Kabinenzentrum

03.04.2017 - Das bisher für Kunden der A350 genutzte Kabineneinrichtungszentrum von Airbus in Hamburg wird erweitert und künftig auch Kunden der Airbus-Programme A320 und A330 beraten. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 05/2017

FLUG REVUE
05/2017
10.04.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Boeing 737 wird 50
Boeing 787-10 fliegt
Rafale in Jordanien
DC-3 in Kolumbien
Flughafen Paris Charles de Gaulle
Triebwerksforschung

aerokurier iPad-App