30.07.2012
FLUG REVUE

Microsoft entwickelt Flugsimulator "Flight" nicht mehr weiterMicrosoft "Flight" wird nicht mehr weiter entwickelt

Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft stellt die Weiterentwicklung seines erst vor kurzem neu aufgelegten Flugsimulators "Flight" ein und löst dessen Entwicklungsmannschaft auf.

Nach übereinstimmenden US-Presseberichten wurden in den Microsoft Games Studios Vancouver die Entwicklungsgruppen der Spiele "Flight" und eines noch nicht veröffentlichten weiteren Spiels "Project Columbia" mit bis zu 35 Mitarbeitern aufgelöst. Der Vertrieb des Freeware-Spiels "Flight" und der Verkauf seiner Erweiterungen sollen aber weiter gehen.

Die in der Grundversion als Freeware verteilte Flugsimulation "Flight" war erst 2010 als Neuentwicklung mit stärker zum unterhaltenden Spiel verändertem Konzept erschienen, nachdem Microsoft 2009 den wegweisenden, technisch komplizierteren Vorgänger "Microsoft Flight Simulator" eingestellt hatte. Auch dessen "Aces"-Entwicklungsstudio war damals aufgelöst worden.

Microsoft hatte Teile der Nutzungsrechte des alten Flight-Simulators an Lockheed-Martin gegeben, wo das Programm unter Lizenz mittlerweile zur professsionellen, militärischen Missionsplanungssoftware Prepar3D weiter entwickelt wurde.

Der Microsoft Flight Simulator geht auf den "Flight Simulator" von BAO und Sublogic zurück, der in den siebziger Jahren als Demonstrationsprogramm für die Leistungsfähigkeit von damals neuen Personal Computern der 68000er-Prozessorgeneration erschienen war. Der Titel gilt als erfolgreichstes Spiel der Computergeschichte und hatte ein ganzes Spiele-Genre begründet.

Microsoft erklärte, man prüfe ständig, welche Produkte für Spieler, Familien und das Unternehmen am Besten seien. Die jüngste Entscheidung sei ein Ergebnis "natürlicher Gezeitenwechsel im Portfolio-Management". Die Einstellung werde Microsoft eine bessere Anpassung an seine langfristigen Ziele ermöglichen. Man werde die treue Spieler-Gemeinschaft aber weiterhin unterstützen und weiterhin kostenlose Downloads ermöglichen.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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