06.07.2012
FLUG REVUE

MTU und Sagem gründen neues Joint Venture

Sagem (Safran-Gruppe) und die MTU Aero Engines haben heute eine Vereinbarung zur Gründung eines 50/50-Gemeinschaftsunternehmens zur Entwicklung sicherheitskritischer Software und Hardware für militärische und zivile Luftfahrtanwendungen unterzeichnet.

Das neue Joint Venture wird den Namen AES Aerospace Embedded Solutions GmbH tragen. Die Unterzeichung erfolgte, nachdem sich Sagem und MTU Aero Engines bereits im Dezember 2011 in einer Absichtserklärung darauf verständigt hatten, diese Entwicklungsaktivitäten zusammenzulegen.

AES wird rund 200 Ingenieure beschäftigen, die zum Großteil aus der MTU-Organisation, in Teilen aber auch von Safran kommen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten werden Regelungssysteme – etwa für das Turboprop-Triebwerk TP400-D6 des Militärtransporters Airbus A400M – sowie andere sicherheitsrelevante Hardware- und Software-Lösungen für die Steuerung von Fahrwerken, Bremsen, Überwachungssystemen und Informationssystemen sein.

Zudem kann AES auf die volle Unterstützung der Safran Electronics-Tochter von Sagem zählen, durch die das neue Unternehmen Zugang zu einem umfassenden Know-how im Bereich Bordelektronik erhält und dadurch sein Leistungsangebot weiter ausbauen kann.

AES wird seinen Sitz auf dem Gelände der MTU in München haben. Christophe Bruneau von Sagem wird als Chief Executive Officer die Leitung des Unternehmens übernehmen, Thomas Fähr von MTU Aero Engines als Chief Technical Officer für die technische Seite verantwortlich sein. Das neue Unternehmen soll bis Ende des Jahres, nach Abschluss der üblichen Genehmigungsverfahren, den Betrieb aufnehmen.



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