24.06.2010
FLUG REVUE

NASA dokumentiert Erdverschiebung

Die NASA veröffentlichte jetzt erstmals Radaraufnahmen, mit deren Hilfe sie eine großformatige Verschiebung der Erdkruste in Folge eines starken Erdbebens nachweisen konnte.

Erdverschiebung

Um rund 80 Zentimeter verschob das Erdbeben eine ganze Region nach Süden. © NASA/Google  

 

Als am 4. April 2010 im Südwesten der USA und im mexikanischen Bundesstaat Baja California die Erde mit einer Stärke von 7.2 auf der Richterskala bebte, hatte das unerwartete Folgen: Wie auf Radaraufnahmen zu sehen ist, verschob sich die ganze Region in Folge des Bebens um rund 80 Zentimeter nach Süden! Die Daten wurden bei einem Erkundungsflug gesammelt, den Wissenschaftler des Dryden Flight Research Centers der NASA an Bord eines Forschungsflugzeuges Gulfstream III in rund 12.500 Metern Höhe durchführten. Dabei kam das vom Jet Propulsion Laboratory entwickelte Uninhabited Aerial Vehicle Synthetic Aperture Radar (UAVSAR) zum Einsatz. So wurde eine per GPS vermessene Strecke bereits mehrfach überflogen, und beim Vergleich entsprechender Aufnahmen vom 21. Oktober 2009 und vom 13. April 2010 zeigten sich die Verwerfungen.

Das Beben forderte zwei Todesopfer, hunderte Verletzte und enorme Sachschäden. Es hatte tausende kleinerer Nachbeben sowie ein größeres mit einer Stärke von 5.7 zur Folge. Die Nähe zur Andreasspalte im südlichen Kalifornien brachte dann wohl diese großen Verschiebungen der Kontinentalplatten mit sich. Deutlich wird das vor allem in der Kombination der Radaraufnahmen mit entsprechenden Bildern der Gegend von Google Earth (siehe unser Beispiel). Die roten Linien zeigen die Verwerfungen der Landmasse, während gelbe, orangefarbene und rote Punkte auf Nachbeben hinweisen.




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