13.10.2011
FLUG REVUE

Pratt & Whitney und Rolls-Royce gründen IAE-Nachfolger

Die beiden Firmen wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für Triebwerke künftiger Mittelstreckenverkehrsflugzeuge gründen. Im Gegenzug kauft Pratt & Whitney den IAE-Anteil der Briten.

Damit stellen die Briten die eigentlich unverzichtbare Beteiligung an künftigen Programmen für Flugzeuge im Bereich von 120 bis 230 Sitzen sicher. Für die nächsten 20 Jahre wird in diesem Bereich ein Bedarf von fast 45000 Triebwerken vorhergesagt. Als Basis für die neuen Antriebe soll die Getriebefan-Technologie dienen, die Rolls-Royce lange Zeit abgelehnt hatte. Laut Pratt & Whitney und Rolls-Royce wollen sich auch die bisherigen IAE-Partner JAEC (Japan Aero Engine Corporation) und MTU Aero Engines an dem neuen Konsortium beteiligen.
Gleichzeitig verkaufen die Briten ihren IAE-Programmanteil für 1,5 Milliarden Dollar an die Amerikaner und bekommen zusätzlich eine gewisse Summe für jede Flugstunde der aktuellen V2500-Flotte für einen Zeitraum von 15 Jahren. Letzterer Punkt dürfte die größeren Einnahmen erzielen. Pro Jahr absolviert das Triebwerk weltweil mehr als 20 Millionen Flugstunden. Rolls-Royce wird weiterhin den Hochdruckverdichter, die Bläserschaufeln sowie Scheiben produzieren und die europäische Endmontagelinie in Dahlewitz aufrechterhalten. Gleichzeitig will man sich finanziell am PW1100G-JM für die A320neo von Airbus beteiligen. Pratt & Whitney will Teile der neu erworbenen Beteiligung an die Partner aus Japan und Deutschland weitergeben. MTU Aero Engines will in diesem Zusammenhang die eigene IAE-Beteiligung erhöhen. Details müssen allerdings noch verhandelt werden.




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