12.09.2012
FLUG REVUE

Rolls-Royce schließt E3E-Testreihe ab

Die Tests des Demonstrator-Kerntriebwerks fanden auf dem Höhenprüfstand der Universität Stuttgart statt und konzentrierten auf die Erprobung des Magerverbrennungssystems in simuliertem Schlechtwetter.

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Auf der ILA ist auch ein Hochdruckverdichter von Rolls-Royce zu sehen, der im E3E-Programm erprobt wurde. Foto. © Patrick Hoeveler  

 

Das Kerntriebwerk, genannt „Core 3/2d“, lief im Rahmen des E3E-Forschungsprogramms (Efficiency, Environment, Economy) und arbeitete zuverlässig unter Bedingungen, wie sie in einem tropischen Hagelsturm vorherrschen. Dabei wurde auch eine Serie von erfolgreichen Wiederzündversuchen durchgeführt. Außerdem nahmen die Ingenieure Emissions- und Leistungsmessungen vor. “Diese insgesamt 40 Stunden an Tests sind ein weiterer bedeutender Schritt in unserem fortwährenden Streben, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln. Die ACARE-Ziele (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe) sehen bis 2020 eine Reduzierung der Stickoxid-Emissionen um 80 Prozent vor. Die E3E-Technologie wird erheblich dazu beitragen, dass künftige Rolls-Royce Triebwerke dieses Ziel erfüllen”, sagte Dr. Karsten Mühlenfeld, Geschäftsführer Corporate and Engineering von Rolls-Royce Deutschland. Die im Rahmen des E3E-Programms entwickelten Technologien bilden die Basis für das Rolls-Royce Advance2-Programm für zukünftige Zweiwellenantriebe. Sie sind darauf ausgelegt, den Treibstoffverbrauch gegenüber vergleichbaren, momentan im Betrieb befindlichen Triebwerken um 15 Prozent zu senken. Außerdem wird die E3E-Magerverbrennungstechnologie einen erheblichen Beitrag dazu leisten, auch zukünftige Emissions-Vorgaben erfüllen zu können. Dr. Holger Klinger, Leitender Projektingenieur Technologieprogramme von Rolls-Royce Deutschland, sagte: “Die innovative Brennkammer hat alle Erwartungen in Bezug auf Stickoxid-Reduzierung und Triebwerkstabilität unter extremen Betriebsbedingungen übertroffen. Die Core 3/2d hat bei den Tests Emissionswerte erreicht, die bis zu 60 Prozent unter den derzeit geltenden gesetzlichen Vorschriften liegen.” Die Versuche waren die letzten einer sehr erfolgreichen Testreihe, die im Jahr 2008 begonnen hat und mit der die Effizienzsteigerung durch die E3E-Kerntriebwerk-Konfiguration nachgewiesen wurde.

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www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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