11.02.2014
FLUG REVUE

Einheitliche Computerwerkzeuge für EntwicklerSiemens-Software für die Strukturanalyse der A350 XWB

Die Software von LMS, einem Geschäftssegment von Siemens, hat bei der Strukturanalyse des A350-900 eine tragende Rolle gespielt. Jetzt wird sie auch bei anderen Projekten von Airbus eingesetzt.

A350XWB-fuselage

Einheitliche Software hilft den zahlreichen Zulieferern, die Engineering-Prozesse, wie hier bei der Montage von Rumpfsektionen der A350 XWB, zu harmonisieren. © Airbus  

 

Mit Hilfe der Software konnte Airbus bei der Strukturentwicklung und Zertifizierung des A350-900 mehr als 2000 Konstruktionsingenieuren aus über 50 Zulieferbetrieben weltweit einheitliche Methoden bereitstellen. Die gemeinsame Plattform integriert alle Prozesse, Methoden, Werkzeuge und Datenbibliotheken von Airbus und ersetzt so insgesamt mehr als 400 einzelne Tools. Die A350-900 ist das erste Flugzeug aus dem Hause Airbus, das unter Verwendung der gemeinsamen Umgebung ISAMI (ImprovedStructural Analysis through Multidisciplinary Integration) entwickelt wurde. Die ISAMI-Umgebung gewährleistet Kontinuität bei der Strukturanalyse und dem Zertifizierungsprozess des A350.

Dank der gemeinsamen Plattform konnte Airbus die drei größten Herausforderungen bei der Strukturanalyse meistern: Harmonisierung, Automatisierung und Einsatz. Sie verwaltet und automatisiert die Engineering-Prozesse zur Berechnung von Sicherheitsmargen und sorgt so für erhebliche Zeit- und Kostenvorteile im gesamten Entwicklungszyklus. Darüber hinaus ermöglicht LMS Caesam Herstellern aus Luft-und Raumfahrt, Arbeitsabläufe der Strukturanalyse zu verwalten, die sich aus der zunehmend globalen Lieferkette ergeben.

Nach dem Erfolg der LMS-Caesam-Plattform mit ISAMI erweitert sich nun ihr Einsatz: Künftig dient sie auch der Durchführung der detaillierten statischen Dimensionierung und für die Zertifizierung der A350-1000 und A32neo. Airbus hat zudem zusammen mit dem LMS-Segment ein weiteres neues Werkzeug entwickelt, das Ingenieuren ermöglicht, das Flugzeuggewicht schon früh im Entwicklungsprozess abzuschätzen: Das Tool PRESTO (Pre-Dimensionierung der Strukturen für die Trade-Offs) basiert ebenfalls auf LMS Caesam. Airbus setzt es für die Vorabdimensionierung von Flugzeugen ein. Die Verwendung von PRESTO bei der Entwicklung der A350-1000 hat im Vergleich zur bisherigen Methode bereits eine erhebliche Zeitersparnis ergeben.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Restrukturierung der Airbus-Konzernspitze Enders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

05.12.2016 - Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. … weiter

Zweistrahler wird noch vor Weihnachten geliefert Lufthansa-A350 startet zum Erstflug

29.11.2016 - Die erste A350-900 für Lufthansa ist am Dienstag in Toulouse zum Erstflug gestartet. … weiter

Neuer Airbus-Zweistrahler Übergabe-Termin für Lufthansa-A350 steht fest

23.11.2016 - Noch vor Weihnachten erhält Lufthansa den ersten Airbus A350-900. Auch der erste Linienflug ist schon geplant. … weiter

Standard-Lösung für schnelles Internet Airbus will sein System 2017 auf den Markt bringen

17.11.2016 - Der europäische Flugzeughersteller evaluiert derzeit eine Plattform für schnelles Internet im Flugzeug, die künftig ab Werk und als Retrofit erhältlich sein soll. … weiter

Airbus-Langstreckenjet A350 XWB: Die aktuellen Nutzer

16.11.2016 - Mit der A350 hat Airbus einen hochmodernen Langstreckenjet entwickelt. Bereits über 800 Flugzeuge wurden an mehr als 40 Kunden verkauft. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App