05.12.2014
Erschienen in: 06/ 2013 FLUG REVUE

AirlinerSo entstehen A350-Sektionen in Hamburg

Der geplante Serienhochlauf des neuen Airbus-Modells soll „sportlich“ werden. Wie man sich in Norddeutschland darauf vorbereitet, hat sich die FLUG REVUE 2013 angesehen.

IN DIESEM ARTIKEL

Wir arbeiten an einem Hightech-Produkt“, betont Dr. Eckart Frankenberger, Leiter des Component Delivery Teams Forward and Aft Fuselage A350 bei Airbus in Hamburg. „Das drückt sich nicht zuletzt auch darin aus, dass unsere Mitarbeiter weiße Arbeitskleidung tragen. Wird diese schmutzig, haben wir irgendwo ein Problem.“ Derzeit können eventuell auftretende Schwierigkeiten noch behoben werden, denn die Serienproduktion hat noch nicht begonnen. Immerhin werden hier aber schon Baugruppen für die Flugtestexemplare gebaut, von denen einige später auch an Kunden verkauft werden. „Im Herbst kommen die ersten Kontrolleure von Qatar, die jeden Arbeitsschritt überwachen“, sagt Dr. Frankenberger. „Bis dahin muss alles klappen.“

Hamburg baut und liefert die vordere Rumpfsektion 13/14 und die hintere (16/19) voll ausgerüstet und getestet an die Endlinie, wo sie wie bei einem Flugzeugmodell „nur noch zusammengesteckt“ werden. Bei Airbus heißt dieses System der Fließmontage „plug and fly“.

Die Hecksektion 19 wird aus dem spanischen Getafe angeliefert und an der Elbe mit der Druckkalotte aus Augsburg komplettiert. Danach werden auf dem Positionierungsbauplatz die 13 Meter langen Seitenschalen angelegt sowie die einen Meter breite Unter- und die zwei Meter breite Oberschale bereitgehalten. Nachdem alle Bauteile auf den zehntel Millimeter genau vermessen wurden, kommt von oben der Fußbodenrost als Referenzsystem.

„Erst jetzt können wir bohren, kitten und nieten“, erläutert Dr. Frankenberger die Technologie. „Die Schalen müssen absolut stressfrei sein und ohne Spannungen montiert werden, denn sonst entstehen Delaminierungen.“ Die Fußbodenträger mit den Spanten sowie die Abstützungen im Frachtraum werden eingebaut, und wenn alle Halterungen herausgenommen wurden, kommt die Oberschale drauf. Jetzt kann die Sektion in die Finishing Position gefahren werden.


WEITER ZU SEITE 2: Ausstattung und Tests

1 | 2 |     
Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Projekt "Boost" für Mittel- und Langstrecken Air France plant neue Niedrigpreistochter

10.02.2017 - Frankreichs Flag Carrier Air France will mit einer neuen Niedrigpreistochter gegen die wachsende Konkurrenz der Nahost-Airlines antreten und den Asien-Verkehr ankurbeln. … weiter

Sonderflug München-Hamburg Die erste Lufthansa-A350 fliegt sich warm

09.02.2017 - Lufthansa feiert ihren ersten Airbus A350-900 mit einem ausgebuchten Sonderflug von München nach Hamburg und zurück. Einen Tag später startet der neue Zweistrahler in den regulären Liniendienst. … weiter

Neuer Airbus probt Bodenabfertigung Lufthansa A350 besucht Frankfurt

07.02.2017 - Die Deutsche Lufthansa hat ihren ersten Airbus A350-900 "Nürnberg" am Dienstag von München nach Frankfurt geschickt, um dort die Bodenabfertigung der Neuerwerbung zu testen. In drei Tagen beginnt der … weiter

Feier in München Erste A350 der Lufthansa heißt „Nürnberg“

02.02.2017 - Die Lufthansa feierte am Donnerstagabend in München die Taufe ihres ersten Airbus A350-900. Erste Liniendestination wird Delhi. … weiter

Lufthansa Technik beendet Kabinenarbeiten A350 von Lufthansa bereit zum Linienbetrieb

02.02.2017 - Die neuen Premium-Economy-Sitze und der Selbstbedienungsbereich in der Business Class sind installiert. Damit ist der erste Airbus A350 von Lufthansa technisch auf den ersten Passagierflug … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
06.02.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Airbus gegen Boeing
- Letzter Flug der QF-4
- Flybe expandiert
- X-Planes der NASA
- Watt-Flughafen Barra
- Erfolgsmodell Suchoi Su-30
- Datenrelaissystem im All

aerokurier iPad-App