19.11.2014
FLUG REVUE

Technische Innovationen aus der NaturAirbus setzt auf bionische Projekte

Der europäische Flugzeughersteller glaubt, dass er viel von der Natur lernen kann und hat daher ein Firmen-weites Netzwerk für bionische Projekte ins Leben gerufen. Studien biologischer Systeme und Methoden sollen bei der Entwicklung neuer technischer Lösungen helfen.

Airbus A350 Prototyp MSN5 Start Take-off Erstflug

Der Airbus A350 XWB soll ab 2016 ein erstes bionisches Bauteil erhalten. Foto und Copyright: Airbus  

 

Um die Aktivitäten auf dem Gebiet der Bionik zu forcieren hat Airbus ein internes Netzwerk gegründet, das sich regelmäßig treffen soll. Ziel ist die Organisation von Konferenzen, Wettbewerben und Workshops, um möglichst viele Kollegen anzuziehen. "Viele aufregende bionische Projekte laufen bei Airbus, aber oft wissen die einzelnen Personen zu wenig voneinander", sagte Michael Sillus von der Airbus-Gruppe für neue Technologien und Konzepte in Deutschland (Emerging Technologies and Concepts, ECT). Vom neuen Netzwerk erhoffen sich die Techniker die Schaffung von Synergien und die Vermeidung von doppelten Aktivitäten.

Ein bionisches Projekt bei Airbus untersucht beispielsweise eine neue Methode für die Versteifung von Oberflächen aufgrund von Studien der Victoria-Wasserlilie. Die Blattadern liefern den Ingenieuren ein Modell zur Verstärkung an den meist belasteten Punkten, der nun an der inneren Oberfläche eines 3D-gedruckten Flugzeug-Spoilers im Rahmen einer Konzeptstudie zu finden ist. Laut Peter Sander, Chef der ECT-Gruppe, bildet der 3D-Druck die Grundlage, um bionische Bauteile realisieren zu können. So verfügt die A350 XWB ab 2016 über ein Winkel-Teil aus Titan, das die Form eines Knochens besitzt und auf diese Weise Gewicht und Kosten spart. Im Rahmen eines weiteren, drei-monatigen Projekts besuchen 25 Studenten der Universität Bremen mit Schwerpunkt Bionik die örtlichen Airbus-Einrichtungen, um mögliche Ansätze für neue Projekte zu finden.



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