10.03.2014
FLUG REVUE

Anwendungen von der A350 bis zur A300Airbus setzt auf Teile aus dem 3D-Drucker

Der europäische Flugzeugbauer verwendet zunehmend Teile, die im so genannten additiven Verfahren hergestellt werden. Sie kommen als Ersatzteile sogar bei der A300/A310-Familie zum Einsatz.

airbus-a350-xwb-bracket-3d-drucker

Diese Komponente des Airbus A350 XWB entsteht im additiven Verfahren, quasi aus dem 3D-Drucker. Foto und Copyright: Airbus  

 

Im additiven Verfahren schmilzt ein Laser Pulvermetalle etwa aus Aluminium, Titan oder Stahl aber auch Plastikmaterial und trägt so computergesteuert eine Schicht nach der anderen auf. So entstehen zum Teil komplexe Teile maßgerecht nach den am Computer berechneten Vorgaben. Auch Airbus setzt vermehrt auf dieses Verfahren, da es die Produktion von leichteren Teilen bei kürzeren Fertigungszeiten verspricht. "Wir sind an einem Scheitelpunkt eines Quantensprungs bei Gewichtsreduzierung und Effizienz: die Produktion von Teilen, die 30 bis 55 Prozent weniger wiegen, während der Rohmaterialverbrauch um 90 Prozent zurückgeht. Diese wegweisende Technologie reduziert  auch den Energieverbrauch in der Produktion um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu traditionellen Methoden", sagt Peter Sander von Airbus.

Für die A350 XWB hat Airbus bereits mehrere Komponenten wie Winkelteile aus Plastik und Metall in diesem Verfahren hergestellt. Laut dem Hersteller sind ihre Eigenschaften erprobt und nachgewiesen, so dass sie bei der Flotte der Testflugzeuge zum Einsatz kommen. Aber auch für ältere Muster eignet sich das 3D-Drucken bei der Produktion von Ersatzteilen, die entweder teuer oder nicht mehr lieferbar sind. So fliegt seit Anfang März eine im additiven Verfahren hergestellte, kleinere Plastikplatte an den Pilotensitzen eines Airbus A310 von Air Transat aus Kanada. Gemäß Sander beträgt die Fertigungszeit einer Komponente je nach Komplexität weniger als einen Tag. Neu entworfene Teile ließen sich innerhalb von zwei Wochen produzieren.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
Platzrundenflüge für Piloten Lufthansa nennt A350-Trainingsplan

22.12.2016 - Seit Mittwoch ist der erste Lufthansa-Airbus A350 in Deutschland. Mit Trainingsflügen bereitet Lufthansa ihre Piloten auf die Einsätze ab Februar vor. Deren geplante Orte und Zeiten nannte die Airline … weiter

Airbus-Langstreckenjet A350 XWB: Die aktuellen Nutzer

21.12.2016 - Mit der A350 hat Airbus einen hochmodernen Langstreckenjet entwickelt. Bereits über 800 Flugzeuge wurden an mehr als 40 Kunden verkauft. … weiter

Modernster Zweistrahler aus Verbundwerkstoff Erste Lufthansa A350 landet in München

21.12.2016 - Am Mittwochnachmittag ist der erste Airbus A350-900 der Deutschen Lufthansa in München eingetroffen. Nach technischen Abschlussarbeiten, Pilotenschulung und Probeflügen beginnen seine regulären … weiter

Lufthansa-Piloten kommen für Übungsrunden Baden-Airpark kündigt A350-Trainingsflüge an

20.12.2016 - Am Mittwoch bringt Lufthansa ihren nagelneuen ersten Airbus A350-900 aus Toulouse nach München. Was für den neuen Zweistrahler am 23. Dezember auf dem Programm steht, hat der Flughafen Karlsruhe / … weiter

Vertragliche Übergabe in Toulouse Lufthansa übernimmt ihre erste A350

19.12.2016 - Die Deutsche Lufthansa hat am Montag in Toulouse ihren ersten Airbus A350 übernommen. Der neue Großraumzweistrahler wird am Mittwoch nach Deutschland gebracht. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App