17.09.2014
FLUG REVUE

DGLR-Kongress 2014Augsburg Aerospace Area stellt sich vor

Am Wirtschaftsstandort Augsburg und im Umkreis von rund einer Autostunde um Augsburg sind rund 20000 Menschen in der Luft- und Raumfahrtindustrie beschäftigt. Anlässlich des 63. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses der DGLR vom 16. bis 18. September in Augsburg öffneten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Pforten. Informiert wurde über zahlreiche Aktivitäten und Angebote im Wirtschaftsraum. Außerdem konnte erstmals der Rohbau des Technologiezentrums Augsburg besichtigt werden.

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Prof. Dr. Heinz Voggenreiter (links), Direktor des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie, erläuterte zusammen mit Prof. Dr. Michael Kupke (rechts) die robotische Forschungsplattform im Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie ZLP des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Augsburg. Foto und Copyright: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH  

 

Zahlreiche Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie sind am Wirtschaftsstandort Augsburg und im Umkreis von einer Autostunde ansässig, rund 20000 Beschäftigte zählt die Branche in der Region. Dazu zählen Materialhersteller, Automatisierer für die Produktion, große Systemintegratoren und Zulieferer. Einer der größten, externen Zulieferer für Airbus ist Premium AEROTEC in Augsburg. Bei der Veranstaltung erläuterte Dr. Guido Henn, Leiter für kohlenstofffaserverstärkte Teile CFK, welche Vorteile das Unternehmen vom Sitz Augsburg hat und wie die Kooperation mit der in Augsburg ansässigen Fraunhofer-Projektgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau (FIL) aussieht: „Räumliche Nähe schafft auch gedankliche Nähe: Da kann man auch ungewöhnliche Ideen gemeinsam zu einer echten Innovation treiben – schnell und effizient. Erste Erfolge bei der Einführung einer neuen gemeinsam entwickelten Technologie zur automatisierten Herstellung von CFK-Bauteilen sind ein Beleg dafür.“ 

„Mit unseren lokalen Partnern wie Premium Aerotec, KUKA, SGL, MT Aerospace, Airbus Helicopters und vielen mehr sind wir eng vernetzt“, sagte Prof. Dr. Klaus Drechsler. Er leitet die Projektgruppe FIL, die zum Institut für Chemische Technologie ICT gehört. Fraunhofer- Wissenschaftler arbeiten in Augsburg mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen. In Augsburg forscht das DLR an automatisierbaren, serientauglichen Produktionsverfahren für Leichtbaustrukturen, insbesondere aus Faserverbundwerkstoffen. Von der Modernität der Anlagen am Standort konnten sich die Teilnehmer beim Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des DLR überzeugen: „Bei uns am DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktionstechnologie in Augsburg entwickeln wir mit einer international einzigartigen robotischen Forschungsplattform modernste Automationstechnologien für die Produktion von Leichtbaustrukturen der Luft- und Raumfahrt im Full-Scale-Maßstab“, erläuterte Prof. Dr. Heinz Voggenreiter, Direktor des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie.

Auch für die Ausbildung ist am Standort gesorgt: Die Hochschule Augsburg bietet zum Beispiel den englischsprachigen Studiengang Lightweight Construction and Composite Technology. Am Institut für Materials Ressource Management (MRM) können sich Interessierte an der Universität Augsburg zum Bachelor „Wirtschaftsingenieur“ ausbilden lassen.

„Als anwendungsorientierter Technologie- und Produktionsstandort bieten wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrtindustrie optimale Bedingungen“, berichtet die zweite Bürgermeisterin Eva Weber bei der Führung durch den Rohbau des Technologiezentrums, das Herzstück des Augsburg Innovationspark. „Innovationen etwa bei Komponenten, Aero- und Raumfahrtstrukturen bis hin zu ganzen Luftfahrzeugen werden beschleunigt und schnell in marktreife Produkte umgesetzt“, so Weber weiter. Um dafür den Boden zu bereiten, will die Stadt Augsburg zusammen mit dem Landkreis den Augsburg Innovationspark realisieren. Auf einer 70 Hektar großen Fläche können sich Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen zwischen Universität und SGL-Arena ansiedeln oder sich ins Technologiezentrum einmieten. Dort können sie Projekte selbst oder im Verbund mit anderen Mietern in kurzer Zeit erfolgreich abschließen.

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler



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