01.09.2015
FLUG REVUE

Deutscher Ingenieurdienstleister in FrankreichFerchau SARL will in Toulouse wachsen

Das deutsche Unternehmen Ferchau Engineering SARL unterhält seit zehn Jahren eine eigene Zweigstelle am Airbus-Hauptquartier in Toulouse. Dort werden nicht nur Flugzeugbau-Ingenieurdienstleistungen erbracht, die weiter wachsen sollen.

Airbus Beluga XL Grafik Zulieferer

Auch Entwicklungsarbeiten für den Airbus-Spezialtransporter Beluga XL gehören derzeit zu den Aufgaben des deutschen Ingenieurdienstleisters Ferchau in Toulouse. Foto und Copyright: Airbus  

 

Seit der Gründung im Jahr 2005 sei der Standort mit seinen auf Luft- und Raumfahrt sowie Automotive spezialisierten Geschäftsbereichen kontinuierlich ausgebaut worden. Er habe im Jahr 2014 einen Umsatz von über zehn Millionen Euro erzielt, meldete Ferchau am Montag. Derzeit beschäftige Ferchau in Toulouse 120 Ingenieure, Konstrukteure und Designer in den Bereichen Mechanische Systeminstallation (MSI), Flight Test Installation (FTI), Primär- und Sekundärstruktur, Spannungs- und Festigkeitsberechnung, Software-Entwicklung sowie Projekt- und Qualitätsmanager. Seit der Eröffnung des Toulouser Standortes sei der Engineering-Dienstleister an einer Vielzahl von Airbus-Projekten sowie an Projekten von Zulieferern wie Latecoere, Stelia Aerospace, Daher und Composite Industrie beteiligt gewesen. Für 2015 habe sich Site Manager Thierry Faysse den weiteren Ausbau des Standortes vorgenommen und plane Neueinstellungen.

„Toulouse war der erste ausländische Ferchau-Standort und damit zu Beginn bei einigen unserer Kunden unbekannt", sagte Thierry Faysee. "Über die Jahre konnten wir Ferchau bei den in der Region ansässigen Unternehmen als starken Partner für Entwicklungsprojekte etablieren und dank der hervorragenden Arbeit unseres Teams stetiges Wachstum erzielen. Mit Airbus arbeiten wir seit unserer Eröffnung sehr erfolgreich zusammen und sind auch in zukünftige Projekte involviert. Aktuell sind wir für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung des zweistrahligen Großflugzeuges Beluga XL bis Juni 2019 beauftragt.“

Doch nicht nur die Luft- und Raumfahrttechnik prägt die Wirtschaft in Toulouse. Auch andere Geschäftsfelder wie Automotive und IT sind in der Region Midi-Pyrénées angesiedelt. Deshalb plant der Engineering-Dienstleister in diesen Feldern ebenfalls den weiteren Ausbau. Um dem geplanten Wachstum Rechnung zu tragen, engagiert sich Ferchau Toulouse stark in der Nachwuchsförderung. So kooperiert der Standort schon seit Jahren mit der Paul Sabatier University Institute of Technology (IUT Paul Sabatier) sowie der Toulouse Business School (tbs). 

Im gesamten Geschäftsbereich Aviation der Ferchau Engineering GmbH sind derzeit mehr als 800 Entwickler, Konstrukteure, Hard-/Softwareprofis und Projektmanager beschäftigt. Diese sind verteilt auf die Standorte Bremen, Hamburg, München, Augsburg, Donauwörth, Laupheim und Toulouse, Madrid-Getafe und Barcelona, Bristol, Bournemouth und Bangalore. 2014 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Aviation einen Umsatz von über 65 Millionen Euro.

Derzeit arbeiten bei der Mutter Ferchau Engineering GmbH mehr als 6100 Ingenieure, IT-Consultants, Techniker und Technische Zeichner in über 70 Niederlassungen und Standorten sowie in über 70 Technischen Büros. Ferchau ist unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik sowie in der Informationstechnik tätig.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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