16.05.2015
FLUG REVUE

EntwicklungFlugzeugsitze – leicht und sicher

Flugzeugsitze sollen bequem sein, enorme Belastungen verkraften und zudem kaum Gewicht auf die Waage bringen. Nur wenige Produktentwickler der Welt müssen einen größeren Spagat bei der Realisierung ihrer Ideen ausführen.

Sitzentwicklung ist vor allem Komplexitätsmanagement“, beginnt Hartmut Schürg seine Erläuterungen. Er ist verantwortlich für die Produktentwicklung bei der RECARO Aircraft Seating GmbH in Schwäbisch Hall, einem der drei Großen des weltweiten Geschäfts mit den Flugzeugsitzen.

Mit der Ausstattung der Flugzeugkabinen von heute ist ein enormer Wettbewerb verbunden, weil sie den Passagieren – neben dem Service – als Einziges von ihrem Flug in Erinnerung bleibt. Jede Airline will, dass sich die Fluggäste mit dem Gefühl, angenehm geflogen und betreut worden zu sein, von Bord verabschieden und darum beim nächsten Flug auch wieder diese Fluggesellschaft wählen. Dabei spielt die Bequemlichkeit des Sitzes eine entscheidende Rolle.

„Vielleicht erinnern sich die Passagiere auch noch an Farbe und Qualität der Sitzbezüge“, sagt Schürg, „aber das ist dann auch schon alles. Für uns jedoch ist der Sitz ein spezielles Möbelstück, das innerhalb sehr enger technischer Grenzen realisiert werden muss, und das uns deshalb immer wieder vor sehr große Herausforderungen stellt.“ Eine eigene Abteilung mit Ergonomen ist daran beteiligt, Modellbauer erstellen per Rapid Prototyping die ersten Muster nach den Entwürfen der Designer, und schließlich kommt der Bereich Zulassung zum Zug, mit Gewichtsberechnungen, Stressanalysen und Tests, die denen der Automobilindustrie in nichts nachstehen.


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flugrevue.de/Matthias Gründer


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