08.10.2014
FLUG REVUE

Boeing und AirbusKeine Einigung bei ausschießbaren Black Boxes

Die beiden großen Verkehrsflugzeughersteller Boeing und Airbus vertreten gegensätzliche Positionen im Hinblick auf ausschießbare Black Boxes. Airbus sieht Vorteile in der Technik, die das Auffinden des Datenschreibers im Fall eines Absturzes erleichtern soll.

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Die Suche nach MH370 hatte bisher keinen Erfolg, trotz des Großaufgebots an Technik. Der Fluddatenschreiber der Boeing konnte nicht geortet werden. © Foto und Copyright: Commonwealth of Australia  

 

Airbus arbeitet an Flugdatenschreibern, die im Fall eines Absturzes ausgeschossen werden und auf der Wasseroberfläche treiben. Die Frage nach einer solchen Technik hat nach dem Verschwinden des Malaysia-Airlines-Fluges 370 im März neue Aktualität bekommen. Pascal Andrei, Chief Product Security Officer bei Airbus, hat das Konzept für ausschießbare Black Boxes Anfang der Woche der US-amerikanischen Behörde für Transportsicherheit (NTSB) vorgestellt. Die NTSB hatte zu einer Expertenrunde zu dem Thema Flugdatenschreiber eingeladen, an der Vertreter von Luftfahrtbehörden, Flugzeugherstellern und Geräteherstellern beteiligt waren. Demnach hat Airbus vor, die Modelle A350 und A380, die auf langen Strecken über Wasser eingesetzt werden, mit solchen Black Boxes auszurüsten. Boeing steht der Technik skeptisch gegenüber. Hier glaubt man, dass das Risiko eines versehentlichen Ausschusses höher sei als das spurlose Verschwinden eines Flugzeuges über dem offenen Meer.

Die Suche nach der vermissten Boeing 777-200ER ist trotz eines Großaufgebots an Technik erfolglos geblieben. Signale des Peilsenders der Black Box von Passagierflugzeugen müssen laut Vorschrift mindestens  einen Monat lang abgestrahlt werden. Danach werden die Signale schwächer, bis sie schließlich verstummen. Flug MH370 war am 8. März kurz nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking mit 239 Menschen an Bord vom Radar verschwunden. Ein Absturz im südlichen Indischen Ozean gilt als wahrscheinlichstes Szenario.



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