11.05.2016
FLUG REVUE

Deutsches Start-up-Unternehmen LiliumEin Elektroflugzeug für den Alltag

Lilium will einen elektrischen Zweisitzer auf den Markt bringen, der senkrecht startet und landet. Unterstützt wird das deutsche Start-up-Unternehmen dabei von der europäischen Raumfahrtagentur ESA.

Lilium Jet in der Stadt

Der Lilium Jet soll mit durch Senkrechtstart- und Landefähigkeit auch in Ballungsgebieten einsatzfähig sein. Foto und Copyright: Lilium  

 

Der Lilium Jet ist als elektrischer Zweisitzer mit Senkrechtstart- und Landefähigkeiten (vertical takeoff and landing, VTOL) geplant und soll von Januar 2018 an erhältlich sein. Entwickelt wird er vom Start-up-Unternehmen Lilium in Gilching bei München. "Unser Ziel ist es, ein Flugzeug für den Alltag zu entwickeln", sagt Daniel Wiegand, CEO und einer der Gründer von Lilium.

Lilium wurde 2015 von vier Ingenieuren und Doktoranden der Technischen Universität München gegründete. Das Konzept des elektrisch angetriebenen Flugzeugs wurde bereits als 25 Kilogramm schweres Modell bestätigt. Nun wird das erste Ultralight-VTOL-Flugzeug entwickelt. Unterstützt wird die Firma durch das Business Incubation Centre Bayern der ESA.

Reichweite von 500 Kilometern

Lilium Jet

Der elektrisch angetriebene Lilium Jet soll 2018 auf den Markt kommen. Foto und Copyright: Lilium  

 

"Wir streben ein Flugzeug an, das senkrecht starten und landen kann und keine komplexeund teure Flughafen-Infrastruktur benötigt", so Wiegand. Um Lärm und Luftverschmutzung zu reduzieren, setze man auf einen elektrischen Antrieb mit 320 kW. So könne das Flugzeug auch in der Nähe von Ballungsgebieten eingesetzt werden.

Der Lilium Jet soll die Vorteile von Hubschraubern und Flächenflugzeugen verbinden. Das Ziel ist, dass er von beinahe überall aus starten kann. Benötigt wird nach Angaben von Lilium nur eine offene, ebene Fläche von etwa 15 mal 15 Metern. Durch schwenkbare Motoren soll das Flugzeug eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 400 Kilometern pro Stunde erreichen können. 

Das Flugzeug ist als Light Sport Aircraft klassifiziert, das maximale Startgewicht beträgt 600 Kilogramm. Als Reichweite gibt Lilium 500 Kilometer an. Durch ein computer-unterstütztes Kontrollsystem soll der Lilium Jet einfach zu starten, fliegen und landen sein.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Training, ISS, Zukunft als Raumfahrer "Zum Mars, das wär's!" — ESA-Astronaut Alexander Gerst im Interview

16.02.2017 - Im Mai 2016 wurde der ESA-Astronaut Alexander Gerst für seine zweite Langzeitmission im All nominiert. 2018 wird der 40-Jährige als erster Deutscher auf der ISS das Kommando führen. Im Interview … weiter

Matthias Maurer ESA setzt auf weiteren deutschen Astronauten

02.02.2017 - Das Astronautenkorps der europäischen Raumfahrtagentur ESA erhält Verstärkung: Der Saarländer Matthias Maurer wurde am Donnerstag im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt … weiter

SmallGEO Wieder ein Telekommunikationssatellit aus Deutschland

30.01.2017 - Der Hispasat-Satellit H36W-1 ist am Samstag erfolgreich von Kourou aus gestartet. Es ist der erste Satellit, der auf der in Deutschland entwickelten und gebauten SmallGEO-Plattform basiert. … weiter

Europäisches Satellitennavigationssystem Galileo-Uhren funktionieren nicht korrekt

20.01.2017 - Es gibt Probleme beim europäischen Satellitennavigationssystem Galileo. Bei fünf Satelliten wurden Anomalien bei den Atomuhren an Bord entdeckt. … weiter

Ariane 6 Europas Billig-Rakete

19.12.2016 - Günstiger soll sie werden und dabei so zuverlässig sein wie ihre Vorgängerin: Bei der Ariane 6 versucht Airbus Safran Launchers den Spagat zwischen Kosten und Qualität, um im Trägerraketen-Markt … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App