11.05.2016
FLUG REVUE

Flugzeugsitzhersteller aus Schwäbisch HallRecaro mit Rekordumsatz

Der Sitzhersteller Recaro steigerte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um satte elf Prozent. Und auch in diesem Jahr konnte das Unternehmen aus Schwäbisch Hall bereits sechs neue Großaufträge an Land ziehen.

Recaro BL3710

Der Economy-Sitz BL3710 von Recaro hat eine Rückenlehne aus Faserverbundwerkstoffen. Foto und Copyright: Recaro  

 

Recaro Aircraft Seating hat im Jahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 409 Millionen Euro erzielt. Das übertrifft den Rekordwert aus dem Vorjahr um mehr als 40 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Schwäbisch Hall am Mittwoch mitteilte.

Das Umsatzplus von elf Prozent liege über dem durchschnittlichen Marktwachstum der Luftfahrtindustrie von etwa fünf Prozent. In den vergangenen Jahren sei dementsprechend auch die Mitarbeiterzahl aufgestockt worden, allein 2015 um fünf Prozent. Recaro hat weltweit rund 2000 Mitarbeiter.

Und der Erfolgskurs soll dieses Jahr weiter gehen: „Ende 2016 werden wir weiter gewachsen sein. Im Jahr 2019 planen wir, die Umsatzmarke von rund 600 Millionen Euro zu durchbrechen“, so Mark Hiller, geschäftsführender Gesellschafter bei Recaro. Dazu soll vor allem das Geschäft in der Region Asien-Pazifik beitragen. Schätzungen gehen davon aus, dass in diesem Markt bis 2034 ein Bedarf an mehr als 14.000 neuen Flugzeugen besteht. Bereits 2013 hat Recaro einen Produktionsstandort in China eröffnet. "Mit unserem neuen Hub in Hongkong haben wir unsere Präsenz in diesem Markt nun weiter verstärkt“, sagt Hiller.

Auf der Kabinenmesse Aircraft Interiors Expo im April in Hamburg konnte Recaro mehrere Großaufträge verbuchen, unter anderem bestellten Singapore Airlines und Air China den Economy-Sitz CL3710. Und auch für den neuen Economy-Sitz BL3710 für die Kurzstrecke gib es bereits einen Erstkunden. Wer genau den nur neuneinhalb Kilogramm leichten Sitz als erstes erhält, gab Recaro bisher noch nicht bekannt. Es handelt sich aber um eine europäische Fluggesellschaft.

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www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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