07.03.2014
Erschienen in: 01/ 2013 FLUG REVUE

2000 Triebwerke pro JahrCFM steigert Produktion auf Rekordniveau

Gleich zwei Herausforderungen muss CFM International bewältigen: die Entwicklung des LEAP-Antriebs und die Vorbereitung der Serienfertigung. Gleichzeitig läuft die Produktion des CFM56 auf Hochtouren. Die FLUG REVUE hat sich in den Snecma-Werken in Évry-Corbeil und Villaroche umgesehen.

CFM56-5B Fertigung

Obwohl das LEAP bereits in den Startlöchern steht, wird das CFM56 mit der derzeit höchsten Rate produziert. Foto und Copyright: CFM International  

 

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Jetzt wird es ernst: "Wir gehen nun tatsächlich zur Ausführung des Programms über", sagt CFM-Präsident Jean-Paul Ebanga über sein neues LEAP-Triebwerkskonzept. LEAP steht für Leading Edge Aviation Propulsion. "Dieses Spitzenkonzept zu realisieren ist eine große Sache!" Aber auch der Druck scheint riesengroß: Im Oktober 2013 verbuchte CFM bereits Bestellungen und Verpflichtungen für mehr als 4200 LEAP-Antriebe. Die Produktion der ersten drei Jahre ist schon ausverkauft. "Zum ersten Mal in der Industrie gibt es so viele Orders zu solch einem frühen Zeitpunkt", sagt auch CFM Executive Vice President Cédric Goubet. Aber deshalb gehört das CFM56 noch lange nicht zum alten Eisen. Der Bestseller wird derzeit mit der höchsten Rate seit Bestehen des Programms gebaut: pro Jahr mehr als 1400 Triebwerke.

Als ob das noch nicht genug ist, muss das Gemeinschaftsunternehmen von GE Aviation und Snecma angesichts des Auftragsbestands von insgesamt 9490 CFM56- und LEAP-Antrieben die Produktion auf den Endmontagelinien in Evendale/Durham und Villaroche noch weiter steigern. Das Ziel liegt bei jährlich 1700 Triebwerken ab dem Jahr 2020 – "eine ziemliche Herausforderung", meint Francois Harant. Laut dem für die Lieferkette verantwortlichen Snecma-Direktor sind sogar 2000 Antriebe pro Jahr möglich.

Für dieses Jahr plant er bereits die Fertigung von 1450 CFM56, von denen rund die Hälfte in Villaroche endmontiert wird – knapp 15 Prozent aller CFM56-7B für die Boeing 737 und sämtliche CFM56-5B für die A320-Familie von Airbus. Die Rekordzahlen treffen Snecma nicht unvorbereitet: Vor zwei Jahren begann die mittlerweile abgeschlossene Umstellung auf eine sogenannte "pulse line", welche die Fertigungszeit um 30 Prozent reduziert. Das Konzept umfasst im Wesentlichen zwei Endmontagelinien nebeneinander mit jeweils fünf Stationen. Hier entstehen im Zweischichtbetrieb bis zu vier Triebwerke pro Tag. Mit einer zusätzlichen dritten Schicht ließe sich die Marke von 1000 Triebwerken pro Jahr erreichen. 


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