29.11.2013
FLUG REVUE

TriebwerksforschungEU-Technologieprogramm ENOVAL gestartet

Seit dem 1. Oktober läuft mit ENOVAL (ENgine mOdule VALidators) das neueste Triebwerksforschungsprogramm der EU. In Freising bei München kamen nun über 140 Vertreter von Luftfahrtunternehmen, Forschung und Lehre sowie der Europäischen Union zur Kick-off-Veranstaltung zusammen. Unter der Leitung von MTU Aero Engines entwickeln 35 europäische Partner neue Technologien für mittlere, große und sehr große Turbofans, um eine CO2-Reduzierung von bis zu fünf Prozent und eine Lärmminderung von bis zu 1,3 Dezibel zu realisieren.

ENOVAL Logo

Das Logo des Forschungsprogramms ENOVAL (ENgine mOdule VALidators). Foto und Copyright: ENOVAL  

 

ENOVAL entwickelt neue Niederdruckwellen-Technologien für Triebwerke mit einem sehr hohen Nebenstromverhältnis zwischen 12:1 und 20:1 und einem sehr hohen Gesamtdruckverhältnis zwischen 50:1 und 70:1. Untersucht werden Antriebe mit und ohne Getriebefan-Technologie. Diese Triebwerke sind für die nächste Generation von zivilen Kurz-, Mittel- und Langstreckenflugzeugen gedacht, die ab dem Jahr 2025 fliegen sollen. ENOVAL-Koordinator Dr. Edgar Merkl von der MTU betont: “Diese Antriebe sind eine Schlüsseltechnologie der Strategic Research and Innovation Agenda SRIA des Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe ACARE.” ENOVAL läuft innerhalb des 7. EU-Rahmenprogramms, ist auf vier Jahre ausgelegt und verfügt über ein Budget von mehr als 45 Millionen Euro; 26,5 Millionen Euro kommen von der EU. Ziel ist es, mit neuen Technologien für die Module Fan, Getriebe, Niederdruckverdichter und Niederdruckturbine die ACARE- beziehungsweise Flightpath-2050-Vorgaben der Europäischen Kommission bezüglich CO2-Reduzierung und Lärmminderung zu erreichen und sogar zu übertreffen. Im ENOVAL-Konsortium arbeiten die wichtigsten europäischen Triebwerksunternehmen – darunter Avio Aero, GKN Aerospace, Industria de Turbo Propulsores, MTU, Rolls-Royce, Snecma, Techspace Aero und Turbomeca -, mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luftfahrtbranche sowie Universitäten und Forschungsinstitutionen zusammen.

Am Projekt sind folgende Partner beteiligt:

Aircelle SA (France)
ARTTIC (France / Germany)
Avio Aero (Italy)
Bauhaus Luftfahrt e.V. (Germany)
Brandenburgische Technische Universität Cottbus (Germany)
CEIT (Spain)
Cenaero (Belgium)
Central Institute of Aviation Motors (Russia)
Centro de Technologías Aeronáuticas (Spain)
Chalmers Tekniska Hoegskolen AB (Sweden)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (Germany)
Ecole Centrale de Lyon (France)
Ergon Research S.R.L. (Italy)
GDTech (Belgium)
GKN Aerospace Sweden AB (Sweden)
Industria de Turbo Propulsores SA (Spain)
Institut Supérieur de l'Aéronautique et de l'Espace (France)
Mondragon University (Spain)
MTU Aero Engines AG (Germany)
National Aerospace Laboratory (Netherlands)
Office National d'Etudes et de Recherches Aérospatiales (France)
Progesa S.R.L. (Italy)
Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG (Germany)
Rolls-Royce PLC (Great Britain)
Snecma SA (France)
Société Lorraine de Construction Aéronautique (France)
Swerea Sicomp AB (Sweden)
Techspace Aero SA (Belgium)
Technische Universität Graz (Austria)
The University of Cambridge (Great Britain)
Turbomeca SA (France)
Universidad Politecnica de Madrid (Spain)
Università degli Studi di Firenze (Italy)
Universität der Bundeswehr München (Germany)
University of Southampton (Great Britain)

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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