11.07.2014
FLUG REVUE

MTU liefert TurbinenzwischengehäuseGE Aviation wählt Partner für das GE9X

GE Aviation hat vier Programmpartner für das Triebwerk der Boeing 777X ausgewählt, die einen Gesamtanteil von 25 Prozent erhalten. MTU Aero Engines liefert das Turbinenzwischengehäuse.

ge-aviation-ge9x-schnittzeichnung-offen

Das GE9X von GE Aviation wird die Boeing 777X antreiben. Foto und Copyright: GE Aviation  

 

GE Aviation setzt bei den GE9X-Partnern auf bewährte Unternehmen, die schon am GE90 beziehungsweise GEnx mitarbeiten. Die IHI Corporation aus Japan steuert beim 777X-Triebwerk verschiedene Komponenten der Niederdruckturbine und die mittlere Bläserwelle bei. Snecma liefert das vordere Bläsergehäuse, das aus Verbundwerkstoffen besteht, das hintere Turbinengehäuse sowie im Gemeinschaftsunternehmen CFAN die Bläserschaufeln. Techspace Aero aus Belgien übernimmt den Niederdruckverdichter und produziert die Bläserscheibe. MTU Aero Engines entwirft und fertigt das Turbinenzwischengehäuse. Der Programmanteil liegt hier bei vier Prozent.

Das deutsche Unternehmen geht über die gesamte Laufzeit des Programms von einem Umsatz von rund vier Milliarden Euro aus. „Mit der GE9X-Programmbeteiligung sichern wir uns einen entscheidenden Marktanteil an einem der wichtigsten künftigen Antriebe im oberen Schubbereich. Gleichzeitig erreichen wir einen noch ausgewogeneren Mix unseres Produktportfolios“, erläutert der MTU-Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler. „Rund 30 Prozent der heute aktiven Flugzeuge haben MTU-Module an Bord – diesen Anteil an den weltweiten Triebwerksflotten werden wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren erheblich steigern“. Im oberen Schubbereich ist die MTU bereits mit dem Turbinenzwischengehäuse an den Triebwerksprogrammen GP7200 für den Airbus A380 sowie GEnx für Boeing 787 und 747-8 beteiligt. „Wir sind stolz, dass GE für den GE9X-Antrieb erneut auf unsere Expertise setzt“, sagte Michael Schreyögg, Vorstand Programme der MTU Aero Engines. „Das Turbinenzwischengehäuse ist eine äußerst anspruchsvolle Komponente des Triebwerks, für die unser Unternehmen eine langjährige Erfahrung mitbringt. In den bisherigen Programmen konnten wir unsere enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit GE weiter ausbauen.“

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
20 Boeing 777-9 und 19 Boeing 787-10 Singapore Airlines wird neuer 777X-Kunde

09.02.2017 - Singapore Airlines hat am Donnerstag seine Kaufabsicht für 20 Boeing 777-9 und 19 weitere 787-10 bekannt gegeben. … weiter

Zweite Triebwerksstörung einer 777 im LH-Konzern Boeing 777 von Austrian landet nach Triebwerksausfall zwischen

06.02.2017 - Eine Boeing 777 von Austrian Airlines auf dem Weg von Bangkok nach Wien landete am Montag nach einem Triebwerksausfall unbeschadet in Istanbul zwischen. Es ist bereits der zweite Triebwerksausfall an … weiter

US-Sportfinale im Flug sehen Turkish Airlines überträgt "Super Bowl"

31.01.2017 - Am 5. Februar überträgt Turkish Airlines das amerikanische NFL-Finale "Super Bowl" live an Bord ihrer Flugzeuge mit Internet. … weiter

Die Riesen der Lüfte Top 10: Die größten Flugzeuge der Welt

27.12.2016 - Schneller, höher, weiter: Die Entwicklung der Luftfahrt ist und war immer von Rekorden geprägt. Eine besondere Rolle nehmen seit jeher Großflugzeuge ein. … weiter

Großauftrag für Boeing Iran Air kauft Boeing 737 und 777

12.12.2016 - Die staatliche Fluggesellschaft des Iran hat mit Boeing eine Vereinbarung über den Kauf von 80 Flugzeugen geschlossen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App