11.09.2014
FLUG REVUE

Triebwerksbrand und fehlerhaftes Titan-MaterialLieferungen des F135-Antriebs für die F-35 laufen wieder

Nach dem Triebwerksbrand eines F135 in einer Lockheed Martin F-35 Lightning II und Problemen mit einem Zulieferer war die Lieferung der Antriebe von Pratt & Whitney seitens des US-Verteidigungsministeriums unterbrochen worden. Nun geht die Lieferung weiter.

F135 Tests Indoor-Prüfstand

Das F135 im Test bei Pratt & Whitney. Foto und Copyright: Pratt & Whitney  

 

Die Endmontagelinie der Lockheed Martin F-35 Lightning II erhält wieder Triebwerke, und zwar aus dem Produktionslos LRIP 6 (Low-rate initial production). Nach einem Brand und Problemen mit einem Zulieferer war die Lieferung vorübergehend eingestellt worden. Aufgrund fehlerhafter Dokumentation einer US-Firma aus Massachusetts konnte die Herkunft von Titan-Rohmaterial nicht nachvollzogen werden. Daher verweigerte Pratt & Whitney die Annahme von Teilen, die aus dem Material des Zulieferers stammen und beendete die Zusammenarbeit. Ein Gerichtsverfahren läuft bereits.

Knapp einen Monat später, am 23. Juni 2014 rollte eine F-35A der US Air Force in Eglin, Florda, zum Start, als das F135-Triebwerk von Pratt & Whitney Feuer fing. Wie sich herausstellte, rieb die dritte Blisk-Stufe des Niederdruckverdichters zu stark gegen die Gehäuseverkleidung, was zu großer Hitze und schließlich zum Versagen der gesamten Sektion führte. Noch läuft die genaue Untersuchung, ob es sich um einen Konstruktionsfehler oder ein Fertigungsproblem handelt. Pratt & Whitney arbeitet bereits an einer möglichen Lösung, die in diesem Monat getestet werden soll. Die nun ausgelieferten Triebwerke entsprechen noch dem alten Standard und sollen später nachgerüstet werden.



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