18.02.2014
FLUG REVUE

Bilanz vorgelegtMTU 2013 mit neuem Rekordumsatz

MTU Aero Engines erzielte 2013 mit 3.741,7 Mio. € einen neuen Umsatzrekord. Das operative Ergebnis blieb mit 377,3 Mio. € (2012: 375,2 Mio. €) etwa auf dem gleichen Niveau.

Reiner Winkler MTU

MTU-Chef Reiner Winkler konnte für 2013 einen weiteren Rekordumsatz präsentieren (Foto: MTU).  

 

„Die Umsatzwerte entsprechen in vollem Umfang unseren Erwartungen. Beim Ergebnis haben wir die zur Jahresmitte aktualisierten Ziele erreicht; damit bleibt die MTU ein ertragsstarkes Unternehmen“, resümierte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG, anlässlich der Vorlage des vorläufigen Jahresabschlusses auf der Jahres-Pressekonferenz am Dienstag.

Der Umsatzzuwachs im Jahr 2013 beruht vor allem auf dem starken Wachstum des zivilen Triebwerksgeschäfts. Hier übertraf der Umsatz mit 1.891,3 Mio. € den Vorjahreswert von 1.603,1 Mio. € um 18 %. Wachstumstreiber waren das V2500 für die Airbus A320-Familie, der A380-Antrieb GP7000 sowie das GEnx des Boeing 787 Dreamliner und der Boeing 747-8.

Im militärischen Triebwerksgeschäft lag der Umsatz mit 500,7 Mio. € auf Vorjahreshöhe (2012: 503,3 Mio. €). Wichtigster Umsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Die zivile Instandhaltung verzeichnete ein Umsatzplus von 6 % auf 1.381,8 Mio. € (2012: 1.305,7 Mio. €). Hauptumsatzträger war das V2500.

Das Wachstum des Passagierverkehrs wird sich nach Meinung von Experten 2014 auf einem hohen Niveau einpendeln. Vor allem der asiatisch-pazifische Raum, der Nahe und Mittlere Osten und Lateinamerika haben anhaltend gute Wachstumsperspektiven. „Aufgrund des anstehenden Serienhochlaufs des GEnx und steigender Auslieferungen des V2500-Programms wird der Trend zu einem starken Neugeschäft 2014 weiter anhalten“, sagte Winkler. „Es dürfte auch 2014 stärker wachsen als das deutlich profitablere Ersatzteilgeschäft. Wir richten daher ein besonderes Augenmerk auf unsere Erlös- und Kostenstrukturen und haben 2013 Maßnahmen ergriffen, um sie weiter zu verbessern.“

Im zivilen Seriengeschäft rechnet die MTU auf Dollar-Basis mit einem Umsatzplus von etwa 10 %. Der Ersatzteilumsatz wird in US-Dollar voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zunehmen. Im militärischen Triebwerksgeschäft erwartet die MTU 2014 einen Umsatzrückgang um etwa 10 %. In der zivilen Instandhaltung wird eine steigende Nachfrage nach Instandhaltungsleistungen für die Programme GE90 und V2500 erwartet. Der Umsatzanstieg in diesem Segment dürfte auf Dollar-Basis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich liegen.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben vor Aktivierung lagen 2013 bei 193,2 Mio. € (2012: 241,4 Mio. €). Das entspricht bezogen auf das OEM-Geschäft, in dem die Forschungs- und Entwicklungsausgaben anfallen, rund 10 % des Umsatzes. Die eigenfinanzierten F&E-Aufwendungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung sind von 113,0 Mio. € auf 93,2 Mio. € gesunken. „Mit zunehmender Serienreife der Getriebefan-Technologie, die den Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten bildet, gehen die F&E-Ausgaben erwartungsgemäß zurück“, so Winkler. „An unserem generell hohen F&E-Engagement halten wir weiter fest, denn es bildet die Grundlage für ein starkes organisches Wachstum in den nächsten Jahren."



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