07.04.2014
FLUG REVUE

Vorbereitung für die Getriebefan-EndmontageMTU Aero Engines legt Grundstein für neues Logistikzentrum

Ende März hat Deutschlands führender Triebwerkshersteller am Standort München den Grundstein für ein neues Logistikzentrum gelegt. Ab Januar 2015 werden dort auf zwei Stockwerken und 4400 Quadratmetern Fläche die Aufgaben von 115 Mitarbeitern von Wareneingang, Zoll und Außenwirtschaft sowie der Wareneingangsprüfung zusammengeführt.

mtu-aero-engines-grundsteinlegung-logistikzentrum

Grundsteinlegung für das neue Logistikzentrum der MTU in München (links: Dr. Rainer Martens, Vorstand Technik). Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Das Investitionsvolumen für den innovativen Hallenbau, inklusive der Ausstattung, liegt bei rund 10 Millionen Euro. Der Neubau ist Teil der Investitions- und Wachstumsstrategie der MTU Aero Engines und gleichzeitig ein Bekenntnis zum Standort Deutschland. Das Unternehmen will damit die Voraussetzungen für den Produktions- und Volumenanstieg bei den neuen Triebwerksgenerationen für die kommenden Jahre  schaffen. Die internen Prozesse sollen effektiver und effizienter gestalten und die Prozesssicherheit gewährleistet werden. Grund für den Ausbau der Firmenzentrale in München war die Entscheidung für zwei Endmontagelinien: die des PW1000G-JM-Antriebs für die A320neo und des TP400-D6-Triebwerks für den Militärtransporter Airbus A400M. Gleichzeitig steigt aber auch der Anteil flächenintensiver Großkomponenten. Dazu gehören das Turbinenzwischengehäuse des GEnx für die Boeing 787 und Module für den GP7000-Antrieb des Airbus A380, aber auch Modulcontainer, Ringe oder Accessories.

Ab Mitte 2014 werden die Lieferungen sukzessive ansteigen. „Der Bau ist eine direkte Folge des Hochlaufs der neuen Triebwerksprogramme,“ sagte MTU-Technikvorstand Dr. Rainer Martens bei der Grundsteinlegung. „Dieses Wachstum wird sich positiv auf die weitere Entwicklung des Unternehmens auswirken, bedeutet aber auch enorme Herausforderungen für die Logistik am Standort München. Der Anstieg bei der Fertigung und der Montage, primär für des Triebwerk PW1100G-JM für die A320neo, bedeutet eine enorme Steigerung der täglich durch Wareneingang, Fertigung, Montage und Warenausgang geschleusten Teile.“ Bis zum Jahr 2016 wird es einen deutlichen Anstieg bei den Triebwerks- beziehungsweise modulbezogenen Montage- und Produktionsmaterialen geben. Die Anzahl der Wareneingangspositionen, die durch die Eingangslogistik gehen, wird um rund 30 Prozent zunehmen. Aber auch die Lagervolumina werden durch den Aufbau um rund 20 Prozent ausgeweitet werden. Zusätzlich zum Bauvorhaben hat MTU Aero Engines die Anzahl der Ausbildungsberufe vergrößern können. Seit letztem Jahr bildet das Unternehmen zur Fachkraft für Lagerlogistik aus.

Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
airBaltic Mit der CS300 von Riga nach Abu Dhabi

27.02.2017 - Die lettische Fluggesellschaft verbindet in Kooperation mit Etihad Airways von Oktober an Riga und Abu Dhabi - mit ihren neuen Bombardier CS300. … weiter

Triebwerkshersteller aus München MTU will Invesitionsphase 2017 abschließen

23.02.2017 - MTU Aero Engines steigerte im vergangenen Geschäftsjahr erneut Umsatz und Gewinn. Nach großen Investitionen in neue Programme in den vergangenen Jahren will das Unternehmen in die Konsolidierung … weiter

Instandhaltung von Getriebefan-Triebwerken Lufthansa Technik und MTU gründen Gemeinschaftsunternehmen

21.02.2017 - Lufthansa Technik und MTU Aero Engines haben am Montag eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Das neue Unternehmen soll Triebwerke der PW1000G-Familie instand halten. … weiter

PW1000G für A320neo und CSeries Pratt & Whitney liefert zu wenige Getriebefans

27.01.2017 - Der US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney hat 2016 das bereits gesenkte Auslieferungsziel von 150 Getriebefans verfehlt. Nur 138 der neuen Triebwerke für Airbus A320neo und Bombardier CSeries wurden … weiter

Getriebefan 2.0 Nachhaltige Triebwerke: MTU macht PW1000G-Familie effizienter

05.01.2017 - Noch sparsamer, leiser und emissionsärmer: Der Münchener Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat neue Technologien für die PW1000G-Familie erprobt. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App