21.11.2014
FLUG REVUE

Gründung im November 1979MTU Maintenance feiert 35 Jahre

Vor 35 Jahren nahm die Instandsetzungsabteilung der MTU in Hannover ihren Betrieb auf und betreute das CF6-50 von General Electric. Heute besteht das Portfolio aus mehr als 20 Triebwerksmustern an vier Standorten in Deutschland, Kanada und China.

mtu-maintenance-cf6-hannover

Instandsetzung des CF6-Triebwerks bei der MTU Maintenance Hannover. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Die Gründung der MTU Maintenance erfolgte im November 1979 am Standort Hannover. Das junge Unternehmen betreute zunächst das Triebwerk CF6-50 und die Industriegasturbine LM2500 von General Electric. Knapp zehn Jahre später folgten das CF6-80 und das V2500. Letzteres entwickelte sich mit bis dato über 3500 Instandsetzungen zu einem wichtigen Umsatzträger der MTU Maintenance. Als zweiter Standort wurde die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg gegründet, die sich auf Industriegasturbinen, kleinere und mittlere Triebwerke von Pratt & Whitney Canada sowie die CF34-Familie konzentriert. Der erste Standort außerhalb Deutschlands war die MTU Maintenance Canada für die Antriebe CF6-50 und CFM56-3 sowie für die Instandsetzung von Anbaugeräten. Der Schritt nach China erfolgte im Jahr 2001 mit der Gründung der MTU Maintenance Zhuhai, einem Gemeinschaftsunternehmen zwischen der MTU und der Fluglinie China Southern. Das Portfolio umfasst die Triebwerke V2500, CFM56-3, CFM56-5B und CFM56-7. Im  Jahr 2012 wurde der Betrieb erweitert und die Kapazität um 50 Prozent erhöht.

„Die MTU Maintenance hat viel erreicht und nimmt heute eine ganz besondere Stellung auf dem MRO-Markt ein“, sagt Dr. Stefan Weingartner, Vorstand Zivile Instandhaltung bei der MTU Aero Engines. „Mit maßgeschneiderten innovativen Serviceleistungen und Hightech-Reparaturen sowie einem globalen Netz von Standorten bieten wir unseren Kunden eine echte Alternative. Unser Erfolg beruht  auf unserem hybriden Geschäftsmodell. Dabei profitieren wir sowohl von unseren Aktivitäten als unabhängiger Instandhalter als auch von den engen Verbindungen zu den OEMs im Rahmen von Triebwerksprogrammen, an denen wir als Risk- and Revenue-Sharing-Partner beteiligt sind. Wir sind davon überzeugt, dass diese Strategie auch weiterhin erfolgreich sein wird, insbesondere bei künftigen Triebwerken.“

Jüngster Neuzugang im Portfolio ist das GE Aviation GE90-115B. Aber auch die Getriebefans von Pratt & Whitney sollen in einem neuen Joint Venture betreut werden. Hier gibt es den Trend, dass die Triebwerkshersteller verstärkt den Käufern Instandhaltungsdienstleistungen als Teil des Kaufvertrags anbieten. „Dieser neue Trend in der Branche hat zur Folge, dass unser ziviles Neugeschäft und die zivile Instandhaltung enger zusammenrücken“, sagt Michael Schreyögg, Vorstand Programme bei der MTU Aero Engines. „Daher planen wir, unsere OEM- und MRO-Aktivitäten in einem neuen Geschäftsmodell zu integrieren.“ Als unabhängiger Instandhalter und zugleich Risk-and-Revenue-Sharing-Partner der OEMs in vielen Triebwerksprogrammen erhofft sich die MTU Vorteile in beiden Aftermarket-Segmenten. „Das unabhängige Segment wollen wir weiter dominieren und auch zukünftig ein breites Portfolio an Reparaturen, Services und Kompetenzen anbieten“, erläutert Weingartner. „Außerdem wollen wir unsere Leistungen im Rahmen von Partnerschaften mit OEMs anbieten, um auch an diesem wachsenden Markt beteiligt zu sein.“

Im vergangenen Jahr verbuchte die MTU Maintenance einen Umsatz von 1,381 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand betrug 7,367 Milliarden Euro.



Weitere interessante Inhalte
Triebwerkshersteller aus München MTU will Invesitionsphase 2017 abschließen

23.02.2017 - MTU Aero Engines steigerte im vergangenen Geschäftsjahr erneut Umsatz und Gewinn. Nach großen Investitionen in neue Programme in den vergangenen Jahren will das Unternehmen in die Konsolidierung … weiter

Order im Wert von fast 36 Milliarden US-Dollar CFM verbucht 2016 mehr als 2600 Bestellungen

15.02.2017 - Die Auftragsbücher des amerikanisch-französischen Konsortiums CFM International haben sich im vergangenen Jahr gefüllt, vor allem das neue LEAP-Triebwerk ist gefragt. Doch auch der Klassiker CFM56 … weiter

Antrieb der Boeing 777X CMC-Komponenten des GE9X bestehen Bewährungsprobe

23.01.2017 - Der amerikanische Triebwerkshersteller GE Aviation hat die Tests mit Komponenten aus keramischen Verbundwerkstoffen (CMC) für das GE9X beendet. … weiter

Luftfahrt-Hochtechnologie aus Brandenburg Rolls-Royce baut 7000. Triebwerk in Dahlewitz

06.12.2016 - Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat in Dahlewitz bereits das 7000. Triebwerk produziert. Es wird an Gulfstream geliefert, um einen G550-Businessjet der Amerikaner anzutreiben. … weiter

Joint Venture von Lufthansa Technik und GE XEOS baut Standort in Polen auf

06.12.2016 - Im polnischen Środa Śląska entsteht für 250 Millionen Euro ein Servicecenter für Wartung und Überholung von Großtriebwerken von GE Aviation. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App