21.05.2014
FLUG REVUE

MTU auf der ILA 2014Starker Business-Mix als Erfolgsrezept für die Zukunft

Die MTU Aero Engines zeigt sich als starker Player im weltweiten Triebwerksgeschäft. Während das militärische Segment stabil bleibt, freut sich das Unternehmen über Wachstum im zivilen Bereich.

MTU PW1500G auf dem Prüfstand Foto MTU

Das PurePower PW1500G für die CSeries von Bombardier war bei der MTU in München auf den Prüfstand. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

"Die MTU lebt von Innovationen. Innovationskraft und Spitzentechnologien sind daher ganz zentrale Elemente unserer strategischen Weiterentwicklung. Nur damit können wir unseren Kunden immer wieder neue und bessere Lösungen für ihre spezifischen Bedürfnisse anbieten", sagte Michael Schreyögg, Vorstand Programme bei der MTU Aero Engines, auf der Pressekonferenz des Unternehmens heute in Berlin. Dabei hat das zivile Geschäft eine besondere Bedeutung für die MTU: Mit einem Jahresumsatz von 1891 Millionen Euro trägt dieser Bereich mit 50 Prozent zum Umsatz des Unternehmens bei. Das Militärgeschäft ist dagegen auf einen Anteil von 13 Prozent am Gesamtumsatz geschrumpft. Die Instandhaltung von zivilen Triebwerken hat inzwischen einen Umsatzanteil von 37 Prozent erreicht.

MTU-Chef Reiner Winkler sieht im zivilen Geschäft ein erhebliches Wachstumspotenzial für die MTU. Der weltweite Passagierverkehr wächst stetig und damit der Bedarf an neuen Flugzeugen. Heute gibt es rund 21.000 aktive Verkehrsflugzeuge, bis 2035 soll sich diese Zahl auf 40.000 Exemplare nahezu verdoppeln. "Wir werden von diesen steigenden Auslieferungen weiter stark profitieren", sagte er auf der Pressekonferenz. Die MTU begleitet den Hochlauf bei den verschiedenen Triebwerksprogrammen mit entsprechenden Investitionen. In München entsteht ein neues Logistikzentrum, das 2017 operativ sein soll. Für den Antrieb des Airbus A320neo wird eine Endmontagelinie, ebenfalls am Standort München, eingerichtet. Mit einer 60 Millionen Euro umfassenden Investition wurde die Blisk-Fertigung in München aufgebaut. Als weiteres wichtiges Hochlaufprojekt baut der Triebwerkshersteller sein Werk in Südostpolen um 50 Prozent aus. 

Die MTU ist nach Angaben Winklers an den Triebwerksprogrammen der Zukunft beteilgt. Dreh- und Angelpunkt des Firmenerfolgs sei die Getriebefan-Familie (GTF) von Pratt & Whitney. Der Getriebefan wird am Airbus A320neo und an der Bombardier CSeries zum Einsatz kommen. Während die Flugerprobung der CSeries bereits begonnen hat, rechnet die MTU mit dem Erstflug des A320neo-Prototyps noch in diesem Sommer. Die Triebwerke für das Flugzeug seien in der vergangenen Woche an den Hersteller geliefert worden.

Die MTU erwartet für 2014 ein Umsatzwachstum auf 3,75 Milliarden Euro und geht von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau (rund 370 Mio. Euro) aus.



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