21.01.2015
FLUG REVUE

Strategische PartnerschaftMTU und EOS arbeiten bei additiver Fertigung zusammen

MTU Aero Engines und EOS haben einen Rahmenvertrag zur gemeinsamen strategischen Technologie-Entwicklung auf dem Gebiet der additiven Fertigung geschlossen.

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In einem Pulverbett schmilzt ein Laser Bauteile schichtweise zusammen. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Beim additiven Fertigungsverfahren schmilzt ein computer-gesteuerter Laser Bauteile Schicht für Schicht in einem Metallpulverbett zusammen. Dabei kommt der Qualitätssicherung eine enorme Bedeutung zu. Hier wollen das deutsche Triebwerksunternehmen MTU Aero Engines und die Firma EOS Gmbh (Electro Optical Systems) aus München, die sich auf das Gebiet der addititiven Fertigung konzentriert hat, im Rahmen einer strategischen Partnerschaft enger zusammenarbeiten.

Als erstes Resultat ergänzt eine von der MTU entwickelte Technik das EOS-Portfolio: ein spezielles Kamerasystem überwacht kontinuierlich den Belichtungsprozess und das Schmelzverhalten des Werkstoffs. Diese so genannte optische Tomographie (OT) stellt eventuelle Fehler fest und soll damit die Qualität des fertigen Bauteils sichern. „Die MTU und EOS verbindet eine jahrelange und intensive Zusammenarbeit, die jetzt auf Basis dieses Qualitätssicherungstools in eine noch engere, partnerschaftliche Technologie-Kooperation mündet. Die OT-Lösung ermöglicht uns im Rahmen unserer Metall-Technologie eine noch ganzheitlichere Qualitätskontrolle des additiven Bauprozesses – Schicht für Schicht, Bauteil für Bauteil. So kann ein sehr großer Teil der bisher nachgeschalteten Qualitätssicherung bereits im Bauprozess vorgenommen und die Kosten der Qualitätssicherung können damit erheblich reduziert werden. Damit kommen wir einer zentralen Kundenanforderung aus dem Serienumfeld nach“, sagt Dr. Adrian Keppler, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing (CMO) bei EOS.  

Thomas Dautl, Leiter Fertigungstechnologien bei der MTU in München ergänzt: „EOS setzt mit der von uns für die Serienfertigung konzipierten Qualitätssicherung beim Direkten Metall Laser Sintern (DMLS) auf eine industrieerprobte Lösung. Sie hat sich bei uns im Praxistest bewährt und soll jetzt auch anderen Kunden zugänglich gemacht werden. Damit beschleunigen EOS und die MTU gemeinsam die Qualifizierung der Additiven Fertigung für die Luft- und Raumfahrt und senken gleichzeitig die Kosten. “ MTU Aero Engines produziert bereits mit einem Boroskopauge ein Bauteil für das Pratt & Whitney PW1100G-JM in Serie.

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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