25.11.2014
FLUG REVUE

Forschung für umweltfreundliche TriebwerkeNeuer Brennkammerprüfstand eingeweiht

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Rolls-Royce und Alstom haben am 25. November in Köln-Wahn den neuen Prüfstand HBK5 eingeweiht, der die Erprobung von Verbrennungssystemen unter realistischen Bedingungen erlaubt. Erstmals kann eine komplette Ringbrennkammer getestet werden.

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Der neue Brennkammerprüfstand HBK5 in Köln-Wahn bietet neue Testmöglichkeiten. Foto und Copyright: DLR  

 

Weniger Emissionen und mehr Effizienz: Um diese Ziele für künftige Gasturbinen zu erreichen sind neue Verbrennungssysteme notwendig. Zu diesem Zweck haben sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Rolls-Royce und das Energieunternehmen Alstom zusammengeschlossen, um in Köln-Wahn einen neuen Prüfstand zur Erprobung von Brennkammern zu bauen. In den kommenden 30 Jahren werden die Partner hier ihre Systeme für Flugtriebwerke beziehungsweise stationäre Gasturbinen erproben. Der Hochdruckbrennkammerprüfstand HBK5 gilt als aufgrund seiner Leistungsfähigkeit als einzigartig und wird bei Rolls-Royce mittelfristig den bisherigen Prüfstand in Derby ersetzen. Der HBK5 kann mit Kerosin, Gas oder anderen Treibstoffen betrieben werden und erlaubt mit einem Luftdurchsatz von 70 Kilogramm pro Sekunde, einem Druck von 40 bar, einer Eingangstemperatur von 700 Grad Celsius und einer Wärmeleistung von 125 Megawatt Tests unter realistischen Einsatzbedingungen. Von der Größe her lässt sich erstmals eine komplette Ringbrennkammer eines Flugtriebwerks erproben.

Der Testbestrieb mit einer Alstom-Brennkammer hat bereits am 14. November begonnen. Zehn Tage später wurde bereits eine Leistung von 95 Prozent erreicht. Rolls-Royce will ab April 2015 eine Brennkammer hier testen. Für den Betrieb des HBK5 ist das DLR zuständig. Die Messinstrumente stammen jeweils vom testenden Partner, Alstom oder Rolls-Royce.

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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