15.10.2014
FLUG REVUE

Antrieb für neue Gulfstream-JetsPratt & Whitney Canada enthüllt PW800

Das PW800 von Pratt & Whitney Canada wird die neuen Gulfstream-Business-Jets G500 und G600 antreiben. Auch das deutsche Unternehmen MTU Aero Engines ist an dem Antrieb der PurePower-Familie beteiligt.

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MTU Aero Engines ist am PW800 von Pratt & Whintney Canada mit 15 Prozent beteiligt. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Abseits der Öffentlichkeit hatte Pratt & Whitney Canada das PW800 entwickelt und getestet. Die Zulassung ist noch in diesem Jahr geplant. Die Familie liegt in der Schubklasse von 71 Kilonewton und beinhaltet im Kerntriebwerk Technologie der PurePower-Familie. Ein Untersetzungsgetriebe kommt jedoch nicht zum Einsatz. Das PW814GA (Startschub 67,36 kN) ist für die Gulfstream G500 vorgesehen, während das PW815GA (Startschub 69,75 kN) die G600 antreibt. Der Bläser ist in Blisk-Bauweise ausgeführt. Die Montage und Erprobung findet im Mirabel Aerospace Center von Pratt & Whitney Canada in Quebec statt.

Das PW800 soll eine zweistellige Reduzierung des Treibstoffverbrauchs bieten. Bei der Instandsetzung soll das PW800 rund 20 Prozent weniger Inspektionen als andere Triebwerke in seiner Klasse aufweisen.MTU Aero Engines aus München liefert wie bei den Getriebefans der PurePower-Familie die vorderen Stufen des Hochdruckverdichters sowie die komplette Niederdruckturbine. „Unsere Beteiligung am Programm PW800 sichert uns eine maßgebliche Rolle bei Triebwerken der nächsten Generation für Geschäftsflugzeuge“, sagte Michael Schreyögg, Vorstand Programme bei der MTU Aero Engines. Der MTU-Programmanteil liegt bei 15 Prozent. Neben dem deutschen Unternehmen sind auch Avio Aero und ITP (Niederdruckverdichter, mittleres Turbinengehäuse) am PW800 beteiligt.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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