05.04.2015
Erschienen in: 12/ 2011 FLUG REVUE

Testen in der WildnisEntwicklung der Triebwerke von Pratt & Whitney

Alligatoren, Reiher, Libellen: Mitten in der typischen Sumpflandschaft Floridas testet Pratt & Whitney die modernsten Triebwerke wie die Getriebefans oder den Antrieb des Joint Strike Fighters. Pro Jahr werden bis zu 4000 Teststunden absolviert. Wir haben uns vor Ort umgesehen.

Laut brummend bewegt sich das Gefährt um das turmartige Gebilde. An dessen oberem Ende installieren Techniker gerade den neuen Stolz von Pratt & Whitney: ein für die CSeries von Bombardier vorgesehener PW1524G-Antrieb. Im Testbetrieb dürfte der Getriebefan zeitweilig nur wenig lauter sein als der Aufsitzrasenmäher, der das Prüfstandgelände während einer Versuchspause umkreist. „Ist das Triebwerk im Leerlauf, kann man trotzdem noch daneben sein Funktelefon benutzen. Selbst bei vollem Startschub konnten wir auf dem Gras neben dem Teststand stehen, ohne Gehörschutz tragen zu müssen“, sagt Michael O’Neill, Site Manager des Florida Test Center von Pratt & Whitney.

Noch ist die rote Lampe auf der Spitze des Teststands, die anzeigt, dass ein Triebwerk laufbereit ist, aus. Sie wird gleich aufleuchten, wenn die Versuchsmannschaft die Treibstoffversorgung überprüft. Das Kerosin für die Prüfstände kommt über Leitungen von der sogenannten „Fuel Farm“, die ein Fassungsvermögen von mehr als sieben Millionen Litern (meist JP-8, aber auch verschiedene Bio-Gemische wurden schon getestet) besitzt.


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