01.09.2014
FLUG REVUE

ALPS-Seitenwindversuche in StennisRolls-Royce erprobt Composite-Fan in den USA

Rolls-Royce hat auf dem Freiluftprüfstand im John C. Stennis Space Center die Seitenwindversuche des ALPS-Demonstrators (Advanced Low-Pressure System) erfolgreich abgeschlossen. Das Triebwerk auf der Basis eines Trent 1000 verfügt über einen Bläser mit Schaufeln aus Verbundwerkstoffen. Nun stehen Flugversuche in Arizona an.

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Der ALPS-Demonstrator von Rolls-Royce auf dem Prüfstand des Stennis Space Centers. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Im Mittelpunkt der ALPS-Erprobung in Stennis standen Triebwerksläufe bei simuliertem Seitenwind. Den Versuchen schließt sich nun die Flugerprobung an der Boeing 747 von Rolls-Royce in Tucson, Arizona, an. Der Demonstrator besitzt Bläserschaufeln aus Kohlefaserverbundwerkstoffen mit einer Vorderkante aus Titan. "Dies ist ein weiterer Schritt vorwärts bei der Validierung unseres CTi-Fan-Systems (Karbon/Titan) für die Advance- und UltraFan-Triebwerksauslegungen. Der erfolgreiche Abschluss der Tests bei Seitenwindbedingungen hat die Leistungsfähigkeit des Bläsers unter Beweis gestellt und ermöglicht die nächste Phase, einschließlich der Flugversuche", sagte Mark Thomas, Rolls-Royce, Chief Engineer – Technology and Future Programmes, Civil Large Engines.

Das neue Bläsersystem einschließlich eines Gehäuses, das ebenfalls aus Verbundwerkstoffen besteht, soll das Gewicht pro Flugzeug um 680 Kilogramm reduzieren. Laut Rolls-Royce könnten die Betreiber dann sieben Passagiere mehr ohne weitere Kosten mitnehmen. Die Rolls-Royce Outdoor Jet Engine Testing Facility in Stennis, Mississippi, wurde 2007 eröffnet und besteht aus zwei Freiluftprüfständen.

Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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